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Zürich (awp) - Der Ölbohrkonzern Transocean muss sich wegen der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko weiter mit Haftungsfragen auseinandersetzen: Der US-Bundesstaat Louisiana hat in New Orleans Klage eingereicht, wie das "Wall Street Journal" (WSJ) am Donnerstag in seiner Online-Ausgabe schreibt. Ein Richter solle festhalten, dass das Unternehmen für Schäden aus dem Unglück weitgehend haftbar sei, heisst es.
Transocean selbst sehe sich nur verantwortlich für das aus der gesunkenen Plattform "Deepwater Horizon" ausgelaufene Öl, nicht aber für jenes, welches über Monate hinweg aus dem Bohrloch ausgeströmt war. Louisiana hingegen meint dem Bericht zufolge, diese Haltung verstosse gegen geltendes Recht. Das Unternehmen wollte laut WSJ keine Stellung nehmen.
Am Mittwoch hatte Transocean-CEO Steven Newmann an einer Investorenkonferenz in New York unterdessen einige Äusserungen gemacht, die von Analysten als Richtungswechsel in der Haftbarkeitsfrage gedeutet werden. Er stimme damit überein, dass eine Kombination von Ereignissen zu dem Unglück geführt habe, so Newmann mit Blick auf den Untersuchungsbericht des Ölkonzerns BP.
Zuletzt hatte Transocean in einer Stellungnahme betont, BP habe eine Reihe von Entscheidungen getroffen, die zwar Kosten eingespart, die Risken zum Teil aber signifikant erhöht hätten. Auch hatte das Unternehmen den Untersuchungsbericht zur Explosion und zum Untergang der Plattform als "selbstdienlich" für BP kritisiert.
Dem Anfang September veröffentlichten Bericht zufolge kam es nicht durch einen einzigen Faktor am 20. April zu der Katastrophe. Vielmehr waren es mehrere Fehler von Mensch und Technik, die sich zu einer fatalen Kette aufreihten. Eine Zementabdichtung war schlecht gemacht, die Crew auf der Bohrinsel reagierte nicht schnell genug. Ein Sicherheitsventil schloss nicht automatisch.
Transoceans indirektes Eingeständnis einer Mitschuld an der Explosion erhöhe das Risiko, gerichtlich dafür belangt zu werden, heisst es nun in Analystenkreisen. Eher zuversichtlich stimmt die Experten die Einschätzung des Managements, das Moratorium für Tiefseebohrungen im Golf von Mexiko dürfte kurzfristig nur begrenzte finanzielle Auswirkungen haben. Die Aktie reagiert positiv und legt am Vormittag in einem kaum veränderten Gesamtmarkt um 0,9% zu.
cc/rt

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