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Presseschau vom 11.08.2003

Bunt gemischt wie das vergangene Festwochenende präsentiert sich heute der Schweizer Blätterwald.

Dieser Inhalt wurde am 11. August 2003 - 09:05 publiziert

Swiss, Orientierungslauf, Zauberformel, Zürisee und ein neuerlicher Knatsch im Stadtberner Gemeinderat bestimmen die Kommentare.

"Wer will mit wem", fragt die BERNER ZEITUNG BZ. Gemeint ist die Weigerung des Freisinnigen Stadtberner Gemeinderates und Nationalrates Kurt Wasserfallen, gemeinsam mit der Vertreterin der Schweizerischen Volkspartei Ursula Begert auf einer Liste zu kandidieren.

"Die Bürgerlichen sind gefordert: Die SVP muss klären, ob sie noch einmal mit Begert antreten kann und will. Die FDP muss klären, ob sie sich von Wasserfallen ihre Strategie vorschreiben lassen will."

Und die BZ kommt zum Schluss: "Mit einer Personaldiskussion, die sich über Monate hinzieht, lassen sich die Wahlen auch nicht gewinnen."

Bleibt Zauberformel bestehen?

Immer noch recht zähe sei sie, die Zauberformel. Meint die AARGAUER ZEITUNG in ihrem Kommentar. Doch: "Die Regierungsformel überlebte alle Grabreden."

Die Anzeichen aber, dass 2003 ein Wechsel der Machtverhältnisse anstehe, würden sich mehren, so die AZ.

"Als stärkstes Element hat sich der Wille zur Machtteilung erwiesen. Aber gerade dieser letzte verbleibende Zweck der Zauberformel macht es über kurz oder lang nötig, den veränderten Parteistärken Rechung zu tragen."

Eine Chance für die Swiss?

Hat die Fluggesellschaft Swiss Chancen, der Allianz Oneworld beizutreten? Dies fragten sich der BLICK und die NEUE LUZERNER ZEITUNG.

"Ein Gerücht, das hoffentlich stimmt", wünscht die NLZ. Der Beitritt wäre ein echter Lichtblick für die Swiss. "Aber auch nicht mehr", meint die Zeitung.

"Denn selbst ein Zusammengehen mit Oneworld gibt noch keine Antwort auf die entscheidende Frage, ob die Swiss mit dem Fliegen je wieder Geld verdienen kann."

Der Bundesrat sei nun gefordert, meint der BLICK.

"Bevor die Swiss-Chefs etwas unterschreiben, wollen wir vom Bundesrat wissen, wie er die Zukunft der Swiss sieht."

Die Steuerzahler hätten schliesslich ein Anrecht, zu wissen, was der Bund als Hauptaktionär "mit den zwei Milliarden Steuerfranken vorhat".

Am 18. August soll die Swiss-Führung definitiv entscheiden. Am 20. August hingegen ist die nächste Sitzung des Bundesrats. Zu spät, meint der BLICK.

"Wir erwarten vom Bundesrat vorher seine Stellungnahme. Und zwar öffentlich."

Zürcher Seebecken überlastet?

Das Zürcher Seebecken wurde dieses Wochenende wieder Zeuge eines Riesen-Events. Die Street Parade lockte rund 900'000 Menschen an den See. Doch die vielen Ereignisse am Seebecken würden langsam zu zahlreich, findet der TAGES ANZEIGER.

"Seine Ufer sind 'Eigentum' aller Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt. Doch es ist Eigentum zum individuellen Gebrauch, zum Spazieren, zum Rasten, auch zum freien Baden – kurz: zum Erholen."

Und der TAGI kommt zum Schluss: "Organisierte Massenveranstaltungen am See müssen grössere Ausnahmen werden, als sie es heute sind."

Die Street Parade allerdings solle "ein Seekind bleiben dürfen", wie der TAGI betont.

Ein Kind der Wälder ist die erfolgreiche Orientierungsläuferin Simone Luder, die an den Weltmeisterschaften im eigenen Land gleich vier mal Gold holte – mehr war gar nicht möglich. "Tüchtigkeit belohnt", meint der Berner BUND.

"Der stetige Sonnenschein und die Leistungen der Schweizer haben einen wesentlichen Teil zum Gelingen des Grossanlasses beigetragen."

Denn der Sport funktioniere nach einem ganz einfachen Mechanismus: "Siege jedoch wecken Interesse – besonders dann, wenn die Erfolgreichen vor der eigenen Haustüre gefeiert werden können."

swissinfo, Christian Raaflaub

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