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Presseschau vom 20. 01.2004

Die Sozialdemokraten haben, was den Christdemokraten fehlt: Zwei Kandidaten für das Parteipräsidium. Die Schweizer Zeitungen kommentieren die Doppelkandidatur.

Ein weiteres Thema ist die Informationspolitik rund um die schwarze Liste mit Flugzeugen, welche in der Schweiz Landeverbot haben

"Die Diskussionen um 'Schwarze Listen' mangelhafter Flugzeuge werden immer hitziger", stellt die NEUE LUZERNER ZEITUNG fest.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) bestätigte eine Aussage seines obersten Chefs, Bundesrat Moritz Leuenberger.

Demnach erhalten Passagiere und Reisebüros Auskunft, ob ein Flugzeug auf der schwarzen Liste ist oder nicht.

Dieser Entscheid stiess auf massive Kritik von verschiedenen Seiten.

Kein Grund zur Hysterie

"Trotzdem: Grund zur Hysterie gibt es nicht. Die Kontrollen in der Schweiz funktionieren. In der Schweiz steigen keine Passagiere in unsichere Flugzeuge", schreibt die NEUE LUZERNER ZEITUNG weiter und fordert eine bessere internationale Koordination:

"Erst wenn es weltweit einheitliche und differenzierte Listen gibt, kann sichergestellt werden, dass die Flugzeuge bei gravierenden Mängeln nicht mehr in die Luft gehen dürfen."

DER BLICK titelt auf der Frontseite: "'Schrott-Flieger' – Man muss fragen."

Zwei unterschiedliche Persönlichkeiten

Die Christdemokraten suchen verzweifelt nach einer Frau oder einem Mann für das Parteipräsidium. Die Sozialdemokraten hingegen haben seit Montag zwei Kandidaten: Den Schaffhauser Nationalrat Hans Jürg Fehr und Nationalrat und Preisüberwacher Werner Marti.

"Wettbewerb um das SP-Präsidium", titelt die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG und schreibt, Marti sei als Preisüberwacher ein Wettbewerbspolitiker, da Wettbewerb naturgemäss zu tieferen Preisen führe.

"Mit dem langjährigen Glarner Nationalrat tritt ein Vollblutpolitiker in den Ring, wobei das Bild nicht ganz stimmt. Die sportliche Liebe des filigranen Juristen gehört nämlich dem Marathonlaufen."

Der TAGES ANZEIGER setzt sich mit den unterschiedlichen Persönlichkeiten der beiden Kandidaten auseinander und bezeichnet Fehr als "integeren Ausgleicher" und Marti als "ehrgeizigen Machtpolitiker".

Sensorium für die Spiele der Macht

Fehr sei als Vizepräsident der Partei seit vier Jahren eine Integrationsfigur, schreibt der TAGES ANZEIGER weiter: "Überall lobt man die Fairness, Beharrlichkeit und Verlässlichkeit des 55 jährigen Schaffhausers."
Marti dagegen pflege diese Tugenden nicht. "Der Glarner provoziert und polarisiert. Er ist eitel und orientiert sich an der Macht."

Für die einen in der Partei sei Marti zu autoritär, andere jedoch würden den Spiess umdrehen: "In Zeiten der Rechtsregierung Blocher sei Hans-Jürg Fehr als Leitfigur der Linken viel zu anständig und brav. Besser ein Machtmensch an der Spitze, als einer, dem das Sensorium für die Spiele der Macht fehlt."

Andere Parteien können staunen

Schliesslich – so der TAGES ANZEIGER: "Sieben Wochen vor dem Parteitag hat die SP zwei valable Kandidaten für das Parteipräsidium. Freisinnige und Christdemokraten können da nur staunen."

Auch die BERNER ZEITUNG schreibt, "andere Parteien würden sich glücklich schätzen" und hält fest, dass es bei der Wahl für Fehr oder Marti nicht um eine Richtungs-,sondern um eine Personenwahl gehe.

"Dies darf die Sozialdemokraten jedoch nicht davon entbinden, die Richtungsdiskussion endlich anzugehen."

swissinfo, Andreas Keiser

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