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Presseschau vom 24.06.2003

Die schlechten Noten der Schweizer Schülerinnen und Schüler in der PISA-Studie beschäftigen die kantonalen Erziehungsdirektoren und die Kommentatoren.

Dieser Inhalt wurde am 24. Juni 2003 - 10:02 publiziert

Thema sind auch die Renten-Kürzungen der Winterthur-Versicherung bei der zweiten Säule.

Früher Einschulen und konsequentes Hochdeutsch im Unterricht: Das ist das Rezept der Kantone gegen die akute Leseschwäche der Schüler.

Hätten die Schweizer Jugendlichen geahnt, was sie mit ihrem schwachen Abschneiden im PISA-Test für eine Entrüstung auslösten, hätten sie sich beim Lesen wohl mehr Mühe gegeben, schreibt die "NEUE ZÜRCHER ZEITUNG".

"So aber hatte der Schock auch sein Gutes."

Die angestrebten Förderungs-Massnahmen kämen aber in den Clinch mit der momentanen Ebbe in den Kassen von Bund und Kantonen.

"Nur rasche gemeinsame Lösungsansätze von Sozial-, Familien- und Migrationspolitik können noch verhindern, dass es in der Schweiz aus Qualitäts-Überlegungen der Eltern bald ausländische und Schweizer Volksschulklassen gibt."

Der "BUND" zeigt sich "erschreckt" darüber, was in der Schweiz mehr als in anderen Industrieländern gilt, nämlich:

"Wer aus gebildetem Elternhaus stammt, hat die besseren Bildungschancen."

Deshalb sei es richtig, die Sprachkurse sowohl für Ausländerkinder als auch ihre Eltern zu verstärken.

Der Tessiner "CORRIERE DEL TICINO" seinerseits titelt:

"Scuola, una questione di famiglia" - Die Schule, eine Frage der Familie. Ausbildung und Beruf der Eltern spielten eine wichtige Rolle bei der Lesekompetenz der Schüler.

Auch die "AARGAUER ZEITUNG" setzt bei den Eltern an, wenn sie fragt:

"Doch wie will man generell 'Bildungsnähe' des Elternhauses dekretieren?"

Der "Tages-Anzeiger" fragt sich unter dem Titel "Entwurf für eine bessere Schule":

"Wird jetzt alles gut an den Schweizer Schulen? In Zeiten des Verteilkampfes haben es Forderungen für eine bessere Volksschule besonders schwer", bemerkt der "TAGI" skeptisch.

Aus den Schulstuben zur zweiten Säule

"Weniger Rente, mehr Beiträge", bringt der "BUND" auf den Punkt, was die Winterthur-Versicherung angekündigt hat. Im BVG-Geschäft herrsche "Götterdämmerung", und die Privatkunden müssten die "gesalzene Rechnung" bezahlen.

Auch der "BLICK" fasst sich kurz:

"Winterthur drückt brutal die Renten."

Durch das Vorprellen, beim nicht obligatorischen Teil der zweiten Säule die Renten zu kürzen und die Prämien zu erhöhen, habe die Winterthur die Politiker kaltgestellt, so der "TAGES-ANZEIGER". Die Abkoppelung eines Teils der beruflichen Vorsorge bedeute schlicht, dass das Risiko des Mindestzinssatzes auf die Kunden überwälzt werde.

"Für die Politiker ist diese Entwicklung ein Fiasko."

Die neuen Rentenformeln brächten kleinere Renten, die erst noch unterschiedlich für Frau und Mann sein werden, beklagt der "TAGI" einen weiteren Punkt.

Die "BASLER ZEITUNG" dagegen zeigt Verständnis für das Versicherungs-Unternehmen, wenn es einen Teil seiner

Risiken auf Sammelstiftungen abwälzt.

"Damit untergräbt sie unser Pensionskassen-System nicht, sondern macht es sicherer."

Für die Versicherten sei diese Lösung nicht a priori schlechter als die bisherige.

swissinfo, Renat Künzi

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