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Presseschau vom 25.03.2004

Der Bern-Besuch von Aussenminister Joschka Fischer zu den deutsch- schweizerischen Beziehungen beschäftigt die Schweizer Zeitungen.

Ein weiteres Thema sind die schweren Vorwürfe des ehemaligen Beraters der US-Regierung, Richard Clarke, gegen George W. Bush.

"Wege aus der Beziehungskrise", titelt die AARGAUER ZEITUNG. Und die BERNER ZEITUNG spricht vom "gegenseitigen Austausch, der besser werden soll".

Für die NEUE LUZERNER ZEITUNG ist die Visite des deutschen Aussenministers "ein schönes Zeichen, mehr leider nicht. (...) Von den charmanten Äusserungen eines Joschka Fischer soll man sich da keineswegs blenden lassen."

"Realitätsprüfung unter Freunden", titelt die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG und warnt: "Das traditionell enge schweizerisch-deutsche Verhältnis dürfte in Zukunft noch mancher Realitätsprüfung zu unterziehen sein."

Das Verhältnis Deutschlands zur Schweiz sei nüchterner geworden, schreibt DER BUND:

"Das politische Verhältnis Deutschlands zur Schweiz ist nüchterner, sachlicher geworden. Es wird nie mehr so werden, wie es einmal war: Nicht weil Deutschland das so wollte, sondern weil sich die Rahmenbedingungen verändert haben."

"Suisse-Allemagne, le désamour", so der Titel auf der Frontseite der Genfer Zeitung LE TEMPS. Man habe sich "entliebt", meint der Kommentator und fragt: "Was jetzt, Herr Blocher? In erster Linie sind diejenigen verantwortlich, die die Isolation der Schweiz politisch durchgesetzt haben."

Nach Meinung der NEUEN LUZERNER ZEITUNG ist jetzt Diversifikation angesagt: "Nebst Deutschland brauchen wir auf dem alten Kontinent auch neue Partner. Damit der Facettenreichtum unseres Landes auch in einem weiter zusammenrückenden Europa überleben kann."

"Clarke bringt Bush in Nöte"

So lautet der Titel im Zürcher TAGES ANZEIGER. Selten habe man das Weisse Haus des republikanischen Präsidenten George W. Bush in einem "aufgeregteren Zustand" gesehen, schreibt der TAGI.

"Dass die Anschuldigungen von einem Insider kommen, einem Hardliner, der täglich mit einer Schusswaffe zur Arbeit erschien und vier Präsidenten, von Ronald Reagan bis George W. Bush, diente, macht sie besonders bedrohlich für diesen Präsidenten", ist der TAGI überzeugt.

Die BASLER ZEITUNG bezeichnet die ganze Angelegenheit als "Folgen der Irak-Besessenheit". Nicht die Vorgänge vor, sondern jene nach dem 11. September seien das eigentliche politische Versagen:

"Spätestens seit den Anschlägen von New York und Washington war das ganze Ausmass des Problems bekannt. Statt mit einer umfassenden Strategie zu reagieren, beschränkte sich die Bush-Regierung auf die militärische Terroristenjagd in Afghanistan – und wandte sich dann wieder ihrem Lieblingsfeind Saddam Hussein zu."

DER BUND doppelt nach: "Der Eindruck, das Weisse Haus habe den internationalen Terrorismus zu wenig ernst genommen, ist nicht vom Tisch."

Ob dies allerdings die Präsidentschaftswahlen beeinflussen werde, sei fraglich. Denn: "Das Gedächtnis der meisten Wähler ist kurz und in acht Monaten fliesst noch viel Wasser den Potomac hinunter."

swissinfo, Alina Kunz Popper

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