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Presseschau vom 28.11.2003

Wirtschaftsaufschwung, gerettete Arbeitsplätze beim Küchengeräte-Hersteller Zyliss und der amerikanische Präsident mit Truthahn im Irak – das beschäftigt die Schweizer Blätter am Freitag.

Dass Schweizer Zeitungen aber vor allem Lokalzeitungen sind, bestätigt die NEUE LUZERNER ZEITUNG.

Sie schreibt nämlich von der Skiarena Titlis-Frutt-Hasliberg

"Was Zermatt oder Laax bieten, soll jetzt auch in der Zentralschweiz möglich sein."

Das geplante Schneeparadies decke ein Marktbedürfnis besser ab und ermögliche erst noch Einsparungen. Damit ist die Zeitung aus Luzern mitten im Problem, das die Schweizer Bergbahnen plagt und meint:

"Mit dem Vernetzen der Skigebiete ist es aber noch nicht getan: Es braucht eine Infrastruktur, die Erlebnis bietet, sowie gute Übernachtungs-Möglichkeiten...... Nur so seilen sich die Touristen nicht ins Ausland ab."

Im Ausland war auch der amerikanische Präsident George Bush. Überraschend tauchte er bei den Truppen in Irak auf. Die welsche LE TEMPS meint dazu:

"Der mächtigste Mann der Welt, der sich zum Ziel gesetzt hat den Terrorismus zu bekämpfen, reist in allergrösster Heimlichkeit. Dabei ignoriert er das irakische Volk, das – so behauptet seine Administration – befreit werden soll und dem er Demokratie versprochen hat."

Der Zürcher TAGES ANZEIGER spricht da von "Truthahn-Politik", denn der Präsident liess sich mit einem Turkey ablichten und schreibt:

"George W. Bushs Truppenbesuch in Bagdad an Thanksgiving ist ein Meisterstück in Public Relations."

Der Tagi kommentiert aber auch die Meldung, wonach die Schweizer Wirtschaft langsam aus dem Tief herausfinde und die Rezession überwinde:

"Indessen sagen uns Konjunkturexperten, Wissenschaft und Erfahrung aus früheren Krisen, dass es nach der Wende ein halbes Jahr geht, bis sich das Wirtschaftswachstum auch in Jobwachstum auswirkt."

Auch die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG vermeldet:

"Die Schweizer Wirtschaft wächst wieder."

Erfreulich habe sich auch der private Konsum entwickelt, der trotz steigender Arbeitslosigkeit nicht eingebrochen sei. Sondern um 1,5% zulegte:

"Dabei gaben die Konsumenten nicht nur wie üblich (und teilweise unfreiwillig) für das Wohnen und die Gesundheit mehr Geld aus, sondern auch für Freizeit, Ernährung, sowie Kommunikation und Transport, obwohl die Immatrikulation von neuen Personenwagen rückläufig war."

Der Streik der Belegschaft beim im bernischen Lyss beheimateten Küchengeräte-Hersteller Zyliss zeigte Wirkung. Die Arbeitsplätze der Belegschaft sind vorläufig gerettet. Das Werk wollte sie nach China auslagern. Nun werden sie in einer neuen Firma weiterbeschäftigt, die aber auch ein neues Produkt – Getränkeflaschen-Verschlüsse - herstellen soll. Der Berner BUND:

"So schwer sich langjährige Zyliss-Angestellte auch mit dem Gedanken tun, künftig keine Salatschleudern mehr herzustellen: Am Schluss ist jedem der Zahltag wichtiger."

Für die BERNER ZEITUNG ist alles nur eine Chance – mehr nicht:

"Die am Donnerstag präsentierte Lösung ist für die Zyliss-Angestellten sicher eine Chance – aber keine längerfristige Garantie für einen Job."

swissinfo, Urs Maurer

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