Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

Presseschau vom 31.01.2004

Roger Federer, die Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste: Alle Zeitungen frohlocken mit überschwenglichen Kommentaren auf der Frontseite.

Einmal mehr scharf kritisiert wird hingegen die Haltung von US-Präsident George W. Bush in Sachen Irak-Krieg und Nahost-Konflikt.

"Auf dem Gipfel seiner Kunst", titelt die Genfer Zeitung LE TEMPS. Für den BUND hat Roger Federer den "Aufstieg in neue Sphären" geschafft. Und BLICK verkündet mit nationalem Stolz: "Wir sind wieder wer!".

"Der Baselbieter ist mittlerweile ein 'Weltstar', eine Bezeichnung, die vor ihm aus dem Schweizer Sport nur Martina Hingis verdient hat", schreibt DER BUND.

Für den TAGES ANZEIGER ist dies "die spektakulärste und wertvollste Leistung, die je einem Schweizer Einzelsportler gelungen ist".

Zudem sei Roger Federer, der "Tennis als Kunstform zelebriert, ein sympathischer, fairer, charismatischer Typ", lobt DER BUND.

"Für sein jugendliches Alter demonstrierte der neue Weltranglisten-Leader auch ausserhalb des Courts eine erstaunliche Abgeklärtheit", stellt die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG fest.

Und die BERNER ZEITUNG doppelt nach: "Nummer 1 werden und bleiben heisst, 52 Wochen im Jahr für seinen Beruf leben. Entbehrungen auf sich nehmen, leiden – und gewinnen. Alle diese Charaktereigenschaften, gepaart mit seinem riesigen Talent, zeichnen Federer aus."

Als "Jahrhundert-Talent" wird Roger Federer von der BASLER ZEITUNG bezeichnet: "Er ist Ballzauberer erster Klasse und spielt in den besten Momenten Schläge, die in keinem Lehrbuch stehen."

Als Professional sei Federer zügig gereift, so die BAZ. "Seine Emotionen, die ihn nur sympatischer machen, zeigt er meist erst nach dem Matchball. Er gibt das Bild eines Mannes ab, der in sich ruht, ausgeglichen ist und bei allem Erfolg mit beiden Füssen bescheiden auf dem Boden bleibt."

Ein Künstler mit "Pokerface" sei er, fügt DER BUND an, er habe immer auf seine innere Stimme gehört.

Friedensplan ad acta gelegt



Wer sich vom amerikanisch-britischen Krieg gegen den Irak und vom Sturz Saddam Husseins einen neuen Anlauf zur Lösung des Nahost-Konflikts erhofft habe, sehe sich enttäuscht, stellt die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG fest.

"Weder hat der Wegfall der Bedrohung durch das – angebliche – irakische Massenvernichtungs-Arsenal die Israelis zu einer grösseren Kompromissbereitschaft gegenüber ihren Nachbarn gebracht, noch hat der Sturz ihres – angeblichen – Freundes Saddam die Palästinenser zur Aufgabe ihrer Positionen gezwungen."

Die NZZ ist überzeugt, dass US-Präsident Bush seinen Friedensplan, die Road Map, wieder ad acta gelegt habe:

"Die internationale Politik starrt auf den Irak, Amerika denkt an Wahlen, und der Nahe Osten bleibt sich beziehungsweise Bushs 'Mann des Friedens' Sharon überlassen."

Im Wahljahr werde Bush kaum zugeben, dass er sich im Irak geirrt habe, schreibt der TAGES ANZEIGER und wundert sich nicht darüber, dass das Weisse Haus sich gegen Ermittlungen sperre, die erhellen könnten, "was in der Regierung vor dem Krieg im Irak warum, wie und wo schief gelaufen" sei.

"Denn eine Untersuchung würde vielleicht ergeben, dass nicht nur einfach Fehler passiert sind, sondern einzelne Leute die Nation gezielt belogen haben. Die Angehörigen der über 500 toten Amerikaner im Irak – aber auch die Iraker – haben eine ehrliche Antwort verdient", betont der TAGI.

swissinfo, Alina Kunz Popper

Neuer Inhalt

Horizontal Line


swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.