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Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
JULIUS BÄR: Die Privatbank sieht sich im laufenden Jahr gut unterwegs. "Allerdings spüren wir die Folgen der Unsicherheit und die ungünstigen Wechselkurse", sagte Julius-Bär-CEO Boris Collardi im Interview mit der "Sonntagszeitung". Der starke Franken lasse die Gebühreneinnahmen tiefer ausfallen. Grosse Bedeutung für die Bank haben die asiatischen Märkte. "In dieser Region werden wir überproportional wachsen", so Collardi. Auch Osteuropa gewinne an Gewicht und Brasilien laufe sehr gut, allerdings noch ohne Julius Bär. "In Brasilien wollen wir noch 2011 aktiv werden." In der Schweiz sieht der Bär-CEO die besten Akquisitionsmöglichkeiten. "Hier sind die Synergien am grössten. Es ist eine Frage der Zeit und des Preises, bis wir weitere Zukäufe tätigen." (SoZ, p. 59, siehe separate Meldung)
ROCHE: Der Basler Pharmakonzern steht, auch nachdem der Pool der Erbenfamilien Hoffman und Oeri die Stimmenmehrheit verloren hat, nicht zum Verkauf. Das sagte ihr Sprecher, Roche-Vizeverwaltungsratspräsident André Hoffmann, in einem Interview mit der "SonntagsZeitung". Angesprochen auf eine Fusion mit Lokalrivale Novartis, der ein Drittel der Stimmen an Roche kontrolliert, sagte Hoffmann, dieser Zusammenschluss mache heute noch weniger Sinn als vor fünf oder zehn Jahren. Die beiden Konzerne hätten sich eindeutig unterschiedlich positioniert. "Novartis hat heute mit der Augenmedizin und den Generika zusätzliche Standbeine, Roche konzentriert sich auf die personalisierte Medizin mit innovativer Pharma und Diagnostika. Das passt nicht zusammen", sagte Hoffmann. (SoZ, p. 53/54, siehe separate Meldung; weitere Artikel zum Thema etwa auch NZZaS p. 37, Samstag-Zeitungen)
FINMA: Die neue Präsidentin der Finanzmarktaufsicht (FINMA), Anne Héritier Lachat, warnt vor einer Immobilien-Blase. "Wir sind überzeugt, dass der hiesige Immobilienmarkt - in einigen Städten - überhitzt ist", sagte Héritier Lachat in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag". Es seien diverse Ingredienzen vorhanden, die es für eine Immobilienblase brauche: Die Zinsen seien seit längerer Zeit sehr tief. Dies erlaube es vielen Leuten, Wohneigentum zu kaufen, aber "dem Preis, den sie dafür bezahlen, wird weniger Gewicht beigemessen", sagte Héritier Lachat, die seit Anfang Jahr Präsidentin der FINMA und damit Nachfolgerin von Eugen Haltiner ist. (NZZaS, p. 29/31, siehe separate Meldung)
AKW: Die Rolle der Kernkraft muss neu beurteilt werden. Das sagt Kurt Rohrbach, CEO der BKW und Präsident des Verbands schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE), im Interview mit der "NZZ am Sonntag". Dabei gehe es um eine gesellschaftspolitische Frage, die Zeit brauche. "Gleichzeitig werden weltweit alle Anlage-Anbieter ihre Lehren ziehen. Neu-Anlagen dürften dann anders aussehen als die heute geplanten." Nach der AKW-Katastrophe im japanischen Fukushima sind die Kernkraftprojekte in der Schweiz blockiert, die Rahmenbewilligungsverfahren sistiert. Es werde daran nicht weitergearbeitet, so Rohrbach. "Deshalb ist die Frage des Rückzugs der Gesuche nicht vordringlich."
Alpiq-CEO Giovanni Leonardi seinerseits ist davon überzeugt, dass die Kernenergie weltweit weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird. "In der Schweiz wird der politische Prozess für neue Kernkraftwerke nun sicher länger dauern", sagte Leonardi im Interview mit der Zeitung "Sonntag". Eine Abstimmung zum Thema KKW werde es nicht, wie ursprünglich vorgesehen, schon 2013 oder 2014 geben. (NZZaS p. 34, Sonntag p. 22, siehe separate Meldungen)
UBS: Laut einem Bericht der Zeitung Sonntag sucht die Grossbank diverse Privatbanker für Singapur. Ein Sprecher hat gegenüber dem Blatt bestätigt: "Wir bauen in Singapur ein Desk für sehr vermögende Privatkunden aus der Schweiz auf." 'Swiss Desk' bedeute, heisst es im Artikel, dass die Kunden ihr Geld nicht mehr in der Schweiz buchen, sondern im ostasiatischen Steuerparadies, wo die UBS ein Buchungszentrum betreibe. Die Kunden mit Domizil Schweiz würden somit "offshore" in Singapur betreut. (Sonntag p. 23)
AFG: Eine Aktionärsgruppe droht laut einem Bericht der "SonntagsZeitung" beim Ostschweizer Konzern mit einem Eklat an der GV, wenn der VR-Präsident und Firmenchef Edgar Oehler nicht nachgibt. Die Gruppe, deren offizieller Vertreter der Anwalt Rudolf P. Schaub ist, will an der GV vom 29. April Oehler abwählen lassen. Doch eigentlich, so das Blatt, wolle Schaub Oehler bereits vor der Aktionärsversammlung zum Rücktritt bewegen. Ein Gespräch habe bereits stattgefunden. "Wenn Herr Oehler vor dem 29. April geht, gibt es keinen Eklat. Andernfalls wird er sich an der GV von seinen Investoren einiges anhören müssen." (SonntagsZeitung p. 60)
SONOVA: Der US-Hörgeräte-Hersteller William Demant hat im Gegensatz zu seinem Schweizer Konkurrenten offenbar keine Schwierigkeiten in den USA. "Wir haben dort keine Probleme. 2010 konnten wir in den USA sogar Marktanteile gewinnen", sagte Konzernchef Neils Jacobsen der "Finanz und Wirtschaft" (Ausgabe 26.3.). Der Verkauf des High-End-Hörgerätes Agil laufe ausserdem auf vollen Touren, und auch der anstehende Regulierung der Branche durch die US-Gesundheitsbehörde FDA sieht er - anders als Sonova - sehr gelassen entgegen (FuW p. 1/14)
SWISSCOM: Carsten Schloter, CEO des Telekom-Anbieters, äussert sich in einem Interview mit der "SonntagsZeitung" u.a. darüber, wieso Cablecom im Bereich Fernsehen bezüglich Anzahl Kunden nicht überholt hat. "Wir wussten von Anfang an, dass das Ziel, sie schon zum Jahresende zu überholen, relativ sportlich ist. Von den neuen Digital-TV-Kunden vergangenes Jahr haben sich aber 42% für Swisscom und 17% für Cablecom entschieden", sagte er. Auf die Frage, ob das Ziel bis Ende 2011 nun 600'000 Kunden sei, sagte er: "Schauen wir mal. Ich denke, es werden eher mehr sein."
NESTLE SCHWEIZ: Der Nahrungsmittel-Hersteller ist in der Schweiz im vergangenen Jahr um 3 bis 4% gewachsen. Das sagte der neue Chef der Landesgesellschaft für den Heimmarkt des weltgrössten Nahrungsmittelkonzerns, Eugenio Simioni, in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung "Le Matin Dimanche". Nestlé Schweiz gewann laut Simioni in fast allen Produktekategorien Marktanteile. Die Schokolade-Tochter Cailler, die 2006/2007 wegen einer neuen Verpackung in die Krise geraten war, steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr um über 6%. Der Marktanteil erholte sich vom Tief von 6% wieder auf 10% (Le Matin Dimanche, siehe separate Meldung).
uh/ps

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