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PRESSESCHAU vom Wochenende 14 (2./3. April)

Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
SONOVA: Alle Zeitungen nehmen die News um den Hörgeräte-Hersteller von letzter Woche (Abgang CEO, CFO, VR-Präsident etc.) nochmals auf. Ein Insiderverfahren gegen gewisse Sonova-Manager sei gut wie sicher. Es drohe eine Busse von bis zu 10 Mio CHF, heisst es etwa beim "Sonntag". Wesentlich mehr Manager seien in den Insiderskandal verwickelt als bisher angenommen. Von den insgesamt neun GL-Mitgliedern hätten mindestens sieben mit Aktien und Optionen gehandelt. Es bestehe denn auch die Gefahr, dass weitere Kaderleute das Unternehmen verlassen müssten. Laut "NZZ am Sonntag" verkaufte CEO Valentin Chapero vor der Gewinnwarnung ein Optionen-Paket für mehrere Millionen, kurz bevor der Kurs unter den Ausübungspreis sank und die Papiere im Moment wertlos wurden.
VR-Präsident und Grossaktionär Andy Rihs hat derweil sein am 8. März verkauften Aktienpaket (300'000 Aktien für 37,5 Mio CHF) wieder zurückgekauft. "Ich hatte keine Absicht, jemanden zu übervorteilen. Deshalb habe ich das Aktienpaket inzwischen zum gleichen Preis zurückgekauft", sagte Rihs der SonntagsZeitung. Laut NZZaS soll es sich beim Käufer um einen Kunden der Bank am Bellevue gehandelt habe. (Sonntag p. 21, NZZaS p. 27, SoZ p. 64))
Ausserdem sagte der neue Verwaltungsratspräsident Robert Spoerry der "Finanz und Wirtschaft", man habe bei der Besetzung des Managements schnell klare Verhältnisse geschaffen. Die Anwälte von Homburger, welche die Untersuchungen leiteten, hätten entsprechend alle jetzt neu in Leitungsgremien vertretenen Personen überprüft. " (FuW p.1, siehe separate Meldung).
NOVARTIS: Der Pharmakonzern sieht sich langfristig eher auf der Gewinnerseite. "Wir werden Gewinner und Verlierer unter den heute führenden zehn Unternehmen sehen. Vier bis fünf werden obenaus schwingen, den Rest erwartet ein langer Abstieg", sagte Konzernchef Joe Jimenez der "NZZ am Sonntag". Der Druck auf die Branche sei kein Grund zur Klage, sondern Anlass, die Truppen zu mobilisieren. "Wir müssen uns anpassen, sonst enden wir im Haufen der Verlierer. Im Moment haben wir alle Chancen, zu den Gewinnern zu gehören." Bei Novartis sei man ausserdem "zutiefst überzeugt, dass wir innerhalb des Konzerns in Forschung und Entwicklung investieren müssen. Viele unserer Konkurrenten glauben, sie könnten die Forschung auslagern. Das ist der Beginn des Endes." (NZZaS, p. 30)
RAIFFEISEN, POSTFINANCE, ZKB: Diverse Finanzinstitute sind im Hypothekargeschäft zuletzt sehr schnell gewachsen. Nun plane die Finma Hausbesuche bei diesen Instituten, heisst es in der "SonntagsZeitung". "Bankenexperten, die nicht namentlich genannt sein wollen, gehen davon aus, dass Raiffeisen und die Zürcher Kantonalbank als Erste Besuch von der Finma erhalten werden", so der Bericht. Neben ihren grossen Hypothekar-Beständen hätten die beiden Institute ihre Vergabekriterien teilweise zu grosszügig ausgelegt, um im scharfen Wettbewerb ihre Position noch weiter stärken zu können. (SoZ p. 59)
ORASCOM: Die Unruhen im arabischen Raum dürften sich auf Samih Sawiris' Tourismusprojekt in Andermatt lähmend auswirken. Dies folgert zumindest der "Tages-Anzeigers" (Samstag-Ausgabe) aufgrund der Angaben auf der Internetsite der Andermatt Swiss Alps AG. Demnach seien seit Ende Januar keine zusätzlichen Umsätze erzielt worden; per 29. März sei die Zahl der verkauften oder reservierten Objekte gar zurückgegangen. Besonders auffällig sei, wie viele Reservationen für Appartements in den geplanten 42 Häusern abhanden gekommen seien. Vor einigen Tagen hat die Andermatt Swiss Alps AG laut dem Bericht die Verkäufe und Reservation plötzlich vom Netz genommen. Kommunikationschefin Ursi Ineichen begründet den Entscheid gegenüber dem Blatt so: "Die Angaben im Internet führen immer wieder zu Missverständnissen." (Tages-Anzeiger Samstag, p. 50)
MADOFF-BETRUG: Die 62-jährige Sonja Kohn war eine der wichtigsten Geschäftspartnerinnen von Bernhard Madoff. Zum ersten Mal spricht die Wahlschweizerin über ihr Leben, wehrt sich gegen Betrugsvorwürfe und gibt einen Einblick in die Methoden des Milliardenbetrügers (Interview in "Das Magazin", p.14)
HELVETIC: Die Fluggesellschaft will dieses Jahr 50 neue Stellen schaffen. Sein Unternehmen sei im "expansiven Modus", sagte der Besitzer Martin Ebner gegenüber der Zeitung "Sonntag". Die besten Wachstumschancen bestünden bei den Charterflügen. Aktuell hat die Fluggesellschaft, die sechs Flugzeuge betreibt, rund 150 Mitarbeitende. ("Sonntag", p.25, siehe separate Meldung)
uh/rt

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