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PRESSESCHAU vom Wochenende 19 (08./09. Mai)

Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom vergangenen Wochenende:
CH/ATOMDEBATTE: Das Department von Bundesrätin Doris Leuthard bereitet offenbar den mittelfristigen Atomausstieg in der Schweiz vor. Gemäss Recherchen der "NZZ am Sonntag" prüft das Infrastruktur-Departement dafür weitreichende Massnahmen. Eine davon sei eine neue Energieabgabe. Noch stehe die Strategie des Departements in dieser Frage aber nicht fest. Dessen Ökonomen sprächen sich indes klar für eine Lenkungs- oder Förderabgabe auf Strom aus. Ferner soll die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV), mit welcher der Bund erneuerbare Energien fördert, in Zukunft unbegrenzt fliessen. Auf diese Weise würden mehr Subventionen für alternative Energieträger frei. Drittens prüfe das Departement eine Offensive für Gebäudesanierungen. (Siehe separate Mitteilung; NZZaS, S 1/12).
CREDIT SUISSE: Brady Dougan, Chef der Credit Suisse, verficht strenge Regeln für den Sektor. Sind die Too-big-to-fail-Regeln und die Vorschriften von Basel III dereinst in Kraft, werde das ganze System wesentlich robuster. Bereits heute sei das Bankensystem sicherer als vor der Finanzkrise, sagte der Manager in einem Interview mit der Wochenendbeilage "Das Magazin" des Tamedia-Verlags. Im Hinblick auf die von der Expertenkommission vorgeschlagenen strengen Schweizer Eigenkapitalvorschriften plädierte er für mehr Eigenkapital weltweit. (Siehe separate Mitteilung)
SWISS LIFE: CEO Bruno Pfister tritt Spekulationen um eine Übernahme des Lebensversicherers entgegen. "Wichtig ist, dass es nur Gerüchte sind. Insbesondere die Idee, Swiss Life könnte von Allianz übernommen werden, entbehrt jeglicher Grundlage", sagte Pfister der "SonntagsZeitung". Er schätze generell die Gefahr einer Übernahme als relativ gering ein. Pfister geht hart ins Gericht mit der Finanzmarktaufsicht, welche insbesondere die Lebensversicherer mit höheren Kapitalvorschriften bedacht hat: "Die Finma verliert ihren Auftrag aus dem Blick." (SoZ, S. 54, Siehe separate Mitteilung)
BKW: Im Falle einer Abschaltung des AKWs Mühleberg erachten die bernischen Kraftwerke (BKW) als einzige Alternative den Bau von Gaskombi-Kraftwerken. "Rund 40% des Strombedarfs im BKW-Versorgungsgebiet stammen aus Mühleberg... Als inländischer Ersatz steht mittelfristig realistischerweise nur die Gaskombi-Technologie zur Verfügung - sofern der gesetzliche Rahmen angepasst wird", erklärte CEO Kurt Rohrbach in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft". Die Dividende werde von steigenden Kosten jedoch nicht gefährdet, erklärte der Konzernchef weiter. (FuW, S. 1; Siehe separate Mitteilung)
PROGRESSNOW: Die Hausdurchsuchung in den Büros der börsenkotierten Beteiligungsgesellschaft könnte mit der Strafuntersuchung mit der Zürcher Pensionskasse BVK zusammenhängen. Denn der entlassene Vermögensverwalter der BVK, der Korruption verdächtigt, hatte im Jahr 2000 in die Gesellschaft investiert. Die Versicherten verloren damit 2 Mio CHF, schreibt die "NZZ am Sonntag". Die Behörden wollten den Verdacht nicht kommentieren. Die Zeitung verweist auf Robert Straub, VR-Präsident von ProgressNow, der früher als Chef der kantonalen Zürcher Finanzverwaltung und für die Beamtenversicherungskasse BVK zuständig war. (NZZaS, S. 33)
SCHWEITER: Der Maschinenhersteller Schweiter kämpft in seinem neuen Kerngeschäft Verbundstoffe mit hohen Rohstoffkosten, welche die Margen belasten. "Wenn in einem Segment die Preise nicht erhöht werden können, sei es langfristig auch nicht attraktiv, erklärte CEO Heinz Baumgartner in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft". "Einzelne Produkte haben wir bereits aufgegeben, weitere dürften folgen", sagte er. In einem Zeitraum von drei Jahren soll Schweiter eine EBITDA-Marge von 15% erreichen, so der CEO. (Siehe separate Mitteilung; FuW, S. 17).
POST: Die Post will die Brief-Sortierung automatisieren. Die Verantwortlichen prüfen dabei offenbar die Einführung eines Einheitstarifs - also das Ende der A- und B-Post. Bereits im Sommer soll ein erster Entscheid fallen. Derzeit würden verschiedene Szenarien durchgerechnet, sagt ein Post-Kadermann der "SonntagsZeitung". Wie ferner der "Sonntag" schreibt, verzögert sich der Umbau des gelben Riesen. Ursprünglich hätte ab Anfang 2012 die Post als spezialrechliche AG und die Postfinance als privatrechtliche AG auftreten sollen. Post-Präsident Peter Hasler rechnet aber mit einer Verzögerung von sechs, wenn nicht gar zwölf Monaten. Das zuständige Departement UVEK verweist auf die Eidgenössische Volksinitiative "Für eine starke Post". (SoZ, S. 51; Sonntag, S. 24)
ra/cf

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