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Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom vergangenen Wochenende:
Bankengesetz: Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf erwartet, dass die Finanzbranche gestärkt aus der Revision des Bankengesetzes hervorgehen wird. "Ich bin überzeugt, dass wir an einer für den Finanzplatz Schweiz guten Lösung arbeiten, es wird keine 'Strangulierungslösung' geben", sagte die Bundesrätin im Gespräch mit der "Finanz und Wirtschaft". Die Schweiz habe als Finanz- und Bankenplatz in den vergangenen Jahren an Renommee eingebüsst. Dies werde sich durch die neuen Rahmenbedingungen ändern, so Widmer-Schlumpf weiter. "Vielleicht nicht morgen, aber mittelfristig wird die Schweiz wieder mehr versteuertes Geld anziehen, mit dem sich auch wirtschaften lässt." Zur Konkurrenzfähigkeit der hiesigen Banken sagte sie, objektiv betrachtet sei der Unterschied der Regeln in der Schweiz und im Ausland über alles gesehen nicht so gross wie von den Grossbanken behauptet. (FuW, S. 15/17, siehe separate Meldung)
Atomausstieg: Ein starkes Anschnellen der Strompreise bei einem Ausstieg aus der Kernenergie ist keinesfalls sicher. Verlässliche Prognosen zur Entwicklung seien nicht möglich, sagte Preisüberwacher Stefan Meierhans dem "Sonntag" und warnt vor allzu grosser Panik. Der Anteil der Energiekosten am Endpreis, die der Konsument zahle, betrage nur 30%, rechnete Meierhans im Gespräch mit der Zeitung vor. Werde die Stromerzeugung ohne Kernenergie 20 bis 30% teurer, zahle der Kunde nur 10 bis 15% mehr, sagte der Preisüberwacher. Warnungen vor einer Verdoppelung der Preise würden möglicherweise bewusst gemacht, sagte Meierhans. Trotz teurer Investitionen in die Netze relativiere aber auch der Energieverbrauchs-Mix inklusive Heizöl, Benzin oder Fernwärme düstere Prognosen weiter. (Sonntag, S. 21, siehe separate Meldung)
Euroschwäche: SP-Präsident Christian Levrat fordert eine vorübergehende Anbindung des Frankens an den Euro, um die Auswirkungen der Euro-Schwäche auf die Schweizer Wirtschaft in Grenzen zu halten. Der Bund müsse deswegen umgehend Verhandlungen mit der Europäischen Zentralbank aufnehmen, forderte er in einem Zeitungsinterview. Zwar wolle die SP keine dauerhafte Anbindung des Frankens an den Euro, "weil wir langfristig eine eigenständige Wirtschaftspolitik behalten wollen", sagte Levrat gegenüber der Zeitung "Sonntag". Gegenüber dem "Sonntag" schloss auch Swissmem-Präsident Hans Hess eine temporäre Anbindung des Frankens an den Euro nicht aus. Hess fürchtet, dass der Euro "im Extremfall" unter einen Franken fallen könne und forderte im Interview die Schweizerische Nationalbank (SNB) dazu auf, "ihren Handlungsspielraum wirklich auszunutzen und einer Schnellstabwertung entgegenzuwirken". Dagegen warnt der Präsident des Wirtschaftsdachverbandes Economiesuisse, Gerold Bührer, in der "SonntagsZeitung" vor einer Frankenanbindung, die "letztlich die Aufgabe der Souveränität der Nationalbank bedeuten" würde. (Sonntag S. 2/3 und SonntagZeitung, S. 53, siehe separate Meldung)
Sonova: Institutionelle Anleger des Hörgeräteherstellers Sonova drohen dem Unternehmen mit einer Klage. Manager hatten für rund 47 Mio CHF Aktien verkauft, kurz bevor Sonova Mitte März ankündigte, der Gewinn im Geschäftsjahr 2010/11 (per Ende März) falle wegen Problemen mit einem Hörimplantat tiefer aus als erwartet. Die Staatsanwalt des Kantons Zürich und die Schweizer Börse untersuchen den Fall derzeit. "Das Unternehmen hat eingeräumt, dass börsenrelevante Informationen früher hätten veröffentlicht werden sollen, sagte Erik Bomans von der in Belgien beheimateten Investorenschutzorganisation Deminor der "NZZ am Sonntag". Die Chancen stünden gut, dass die Aktionäre ihre Ansprüche auf rechtlichem Wege geltend machen könnten, so Bomans. Deminor vertritt über 30 institutionelle Sonova-Aktionäre, vor allem aus den USA und Grossbritannien. (NZZaS, S. 30, siehe separate Meldung)
Roche: Der Pharmakonzern hat einem Medienbericht zufolge im grossen Stil griechische Staatsanleihen als Bezahlung angenommen. Vor allem öffentliche Spitäler aus dem krisengeschüttelten Land hätten so ihre Schulden bei dem Unternehmen beglichen, schreibt die "NZZ am Sonntag". Es soll sich sogenannte Zero-Bonds handeln. Die letzte Tranche habe Roche im ersten Halbjahr 2011 erhalten, so der Bericht. Die Zeitung zitiert eine Unternehmenssprecherin mit der Aussage, die meisten Bonds seien inzwischen verkauft. Im Geschäftsbericht 2010 werde unter Hinweis auf die Zahlung der griechischen Anleihen ein genereller Abbau überfälliger Forderungen von 329 Mio CHF ausgewiesen. Ein guter Teil davon gehe auf die Zahlung durch solche Anleihen zurück. Wegen des hohen Abschlags auf die Bonds habe Roche wohl "weit über 100 Mio CHF" verloren, so die Zeitung. (NZZaS, S. 1/29, siehe separate Meldung)
Repower: Das Bündner Stromunternehmen bestätigt den bisherigen finanziellen Ausblick für das Geschäftsjahr 2011. "Wir halten an der Prognose fest, wonach Betriebsergebnis und Gewinn leicht unter Vorjahr liegen werden", sagte CEO Kurt Bobst im Interview mit der Zeitung "Finanz und Wirtschaft". Die Euroschwäche sei derzeit eine grosse Herausforderung, so Bobst weiter. "Als Antwort kontrollieren wir zum einen die Kosten sehr straff. Dennoch bleibt das Problem, dass die Marge sinkt für den Strom, den wir in der Schweiz produzieren und in Euro verkaufen. Immerhin können wir einen Teil der Marge schützen, indem wir am internationalen Strommarkt Opportunitäten nutzen", erklärte der Repower-CEO. (FuW, Seite 1/14, siehe separate Meldung)
Vetropack: Die Flaschen-Produzentin sieht optimistisch ins kommende Jahr. "2012 rechnen wir aus heutiger Sicht mit steigenden Margen. Bei einer voraussichtlich besseren Nachfrage sind im Markt keine Überkapazitäten zu erwarten", sagte CFO David Zak der "Finanz und Wirtschaft". Weiterhin Zeit lassen will sich Vetropack mit Übernahmen. "Wenn wir eine Gesellschaft kaufen, sind wir für die nächsten 100 Jahre dort. Expansionsschritte prüfen wir deshalb genau", sagte er. (FuW, S. 20, Lauftext)
Ringier: Die Geschäftsleitung des Medienhauses hat einem Pressebericht zufolge den Ausstieg aus dem Projekt über den Kauf eines Fernsehsenders beschlossen. Schweiz-Chef Marc Walder habe gemäss internen Aussagen "den Stecker gezogen", schreibt die Zeitung "Der Sonntag". Im April hatte das Unternehmen noch erklärt, am Erwerb von 3+ oder allenfalls auch von Tele Züri interessiert zu sein. Dann habe Tamedia angekündigt, seine Radio- und TV-Stationen zu verkaufen. Dem Vernehmen nach habe Ringier in der ersten Runde zwischen 12 und 15 Mio CHF geboten, schreibt "Der Sonntag" weiter. Der Kurswechsel lasse nur eine Interpretation zu, nämlich, dass die verlangten Preise viel zu teuer seien. Gegen den Kauf von Tele Züri dürfte auch die beschränkte regionale Verbreitung gesprochen haben. Ein Ringier-Sprecher wollte die Informationen nicht kommentieren, heisst es. Man werde demnächst über das weitere Vorgehen informieren. (Sonntag, S.21/27, siehe separate Meldung)
BVK: Die kantonale Finanzdirektion bereitet offenbar Schadenersatzklagen gegen die Verantwortlichen der Korruptionsaffäre in der Zürcher Beamtenversicherungskasse (BVK) vor. Eine vom Kanton mandatiere Advokatur habe in den letzten Wochen Dutzende von Briefen an einen weiten Kreis von möglichen Betroffenen verschickt, in denen diese ultimativ aufgefordert würden, auf eine allfällige Verjährung zu verzichten. Ansonsten hätten sie mit Betreibungen zu rechnen, so der "Tages-Anzeiger" am Samstag. Der Kanton hat dies gegenüber dem Blatt bestätigt. Weiter heisst es im Artikel, dass es auch auf strafrechtlicher Ebene Fortschritte gebe. Gut ein Jahr, nachdem die Affäre aufgedeckt worden sei, fänden bereits die Schlusseinvernahmen der Beschuldigten statt, wie involvierte Anwälte bestätigen würden. (Tages-Anzeiger S. 49)
Post: Mit ihrem E-Mail-Dienst Incamail soll die Post Patente verletzt haben. Auf die (bereits seit längerem bekannte) Klage eines US-Konkurrenten aus Kalifornien hat die Post nun mit einer Gegenklage reagiert. Die Post hat 12. Mai in Genf Klage gegen die US-Firma eingereicht, wie die Post dem "Tages-Anzeiger" vom Samstag bestätigt hat. Mit dieser Nichtigkeitsklage lasse man überprüfen, ob die Technologie überhaupt schützenswert sei, sagte ein Sprecher gegenüber dem Blatt. (Tages-Anzeiger S. 49)
SRG: Generaldirektor Roger de Weck fordert die Schweizer Medienhäuser auf, Internetwerbung gemeinsam zu vermarkten, um am Werbemarkt der Zukunft mitverdienen zu können. Nur so erreichten sie die kritische Masse gegen Global Players wie Google und Facebook. Der Schweizer Medienmarkt sei kein geschlossener Raum, "zusehends bestimmen globale Anbieter das Spiel", sagte de Weck in einem am Samstag publizierten Interview mit "Tages-Anzeiger" und "Bund" (Ausgaben 25. Juni). Google und Facebook hätten einen Anteil von 70% und mehr am Werbemarkt im Internet. "Sie schneiden sich gewaltige Stücke des Kuchens ab, und wir führen einen Verteilungskampf um die Brosamen." (Tages-Anzeiger, S. 12, siehe separate Meldung)
Migros/Denner: Der Migros-Discounter Denner gewinnt offenbar Marktanteile. "Im Lebensmittelgeschäft haben wir unseren Anteil dieses Jahr um 0,3% gesteigert. Die Umsätze stiegen über 1%, bereinigt um die Minus-Teuerung sogar um 3%", sagte Migros-Manager Dieter Berninghaus gegenüber der "Sonntags-Zeitung". Bei den Kundenzahlen liege man 2,3% im Plus. Denner liege damit erfreulicherweise über Budget. Zur Nachfolge beim Chefposten - der frühere Chef Peter Bamert musste Ende Januar gehen - sagte Berninghaus: "Wir haben eine Shortlist, die Zahl der Kandidaten ist an einer Hand abzählbar. Wir prüfen externe und interne Lösungen." (SonntagsZeitung p. 52)
cc

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