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PRESSESCHAU vom Wochenende 49 (05./06. Dezember)

Dieser Inhalt wurde am 07. Dezember 2009 - 08:40 publiziert

Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
UBS: Die Grossbank hat das totale Reiseverbot der Kundenberater aufgehoben. Die rund 5'000 Kundenberater, die bei der Grossbank aus der Schweiz heraus operieren, dürfen ihre Klienten nun wieder im Ausland besuchen. Die Anfang Jahr eingeleitete Überprüfung der internen Regeln für das grenzüberschreitende Vermögensverwaltungsgeschäft sei abgeschlossen, bestätigte eine UBS-Sprecherin auf Anfrage eine Meldung der "SonntagsZeitung". (SoZ; siehe sep. Meldung)
Nestlé: CEO Paul Buckle erwartet Preisesteigerungen für die Rohmaterialien wie beispielsweise Kakao oder Milch. Obwohl der Markt generell erwartet, dass die Preise für Produkte sinken, erklärte Buckle gegenüber der "SonntagsZeitung", dass sein Unternehmen eher daran denke, "die Konsumenten mit Mehrwert anstatt mit Preissenkungen zufriedenzustellen". Zur Übernahme von Cadbury werde er nichts sagen, so Buckle weiter: "Allgemein gilt, dass wir jährlich zwei bis drei Milliarden Franken für Akquisitionen bereitstellen, die strategisch Sinn ergeben müssen". (SoZ, S. 23)
Derweil will Nestlé Schweiz ihre Exporte verdoppeln und dadurch Hunderte von Arbeitsplätzen schaffen. Doch das geht laut Länderchef Roland Decorvet nur mit offenen Grenzen. Er trete ganz klar für den Freihandel ein, auch im Agrarsektor. Dieser werde momentan noch zu sehr geschützt. Wenn nun ab 2013 keine Exportsubventionen mehr erlaubt seien, könne die Schweizer Regierung auch keine Ausgleichszahlungen mehr für überteuerte Schweizer Rohstoffe machen. "Entweder wir können europäische Rohstoffe zu europäischen Marktpreisen einkaufen, sprich: Es gibt einen Agrarfreihandel mit der EU... oder die Schweizer Preise sinken", fordert Decorvet gegenüber der Zeitung "Sonntag". "kommt nichts davon zustande, dann sind einige unserer Fabriken gefährdet". (Sonntag, S. 20)
SGS: Der Prüfkonzern geht davon aus, dass die Talsohle nun erreicht ist. "Unsere Prognosen für 2009 werden wir erreichen", gab sich SGS-CEO Chris Kirk in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" optimistisch. Weiterhin will die Gruppe demnach ein prozentual einstelliges Wachstum und eine Marge auf Vorjahresniveau erreichen. Skeptisch äusserte sich Kirk demgegenüber zum Ziel eines Gewinnes pro Aktie von 105 CHF bis 2011: "Die Marke haben wir vor rund zwei Jahren festgelegt, als das wirtschaftliche Umfeld völlig anders aussah. Es wird sehr anspruchsvoll sein, dieses Gewinnziel 2011 zu erreichen." Nachdem der Konzern im ersten Halbjahr Restrukturierungskosten von 15 Mio CHF zu verbuchen hatte, rechnet Kirk für das zweite Halbjahr "mit einem deutlich tieferen Betrag". (FuW, S. 15/17; siehe sep. Meldung)
Pictet: Der Genfer Privatbankier Ivan Pictet sieht keine spürbaren Auswirkungen durch das Minarett-Verbot für Schweizer Banken. "Zwischen Rhetorik und effektivem Handeln gibt es jeweils eine grosse Diskrepanz", sagte Pictet in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag". "Die Annahme ist eine unnötige Ohrfeige für eine Milliarde Menschen und widerspricht unserer Tradition der Offenheit", sagte der Partner der Bank Pictet & Cie. Beruhigend sei für ihn, dass Genf mit seinem Ausländeranteil von 50% und jährlich tausenden von arabischen Touristen die Initiative abgelehnt hat. Der Partner der grössten privaten Bank Europas widersprach zudem Patrick Odier, dem Präsidenten der Schweizerischen Bankiervereinigung. Dieser hatte vor kurzem im Zusammenhang mit der von der Branchenorganisation lancierten Abgeltungssteuer "steuerehrliche Geschäftsmodelle" von den Banken gefordert. Für Pictet "ist absolut undenkbar - zumindest so lange ich hier bin - dass wir unsere Kunden Deklarationen unterschreiben lassen und damit ihre Steuerehrlichkeit überprüfen", sagte er in der "NZZ am Sonntag". (NZZaS, S. 39; siehe sep. Meldung)
Gategroup: Die Gategroup konnte in den vergangene Wochen trotz der Rezession und der Krise in der Luftverkehrsbranche neue Cateringverträge schliessen. Guy Dubois, CEO der Gategroup, sieht den Erfolgsschlüssel im Konzept, dem Kunden die ganze Palette der On-Board-Services aus einer Hand anzubieten. Damit habe die Tochter Gate Gourmet in letzter Zeit die meisten ausgeschriebenen Kontrakte gewonnen, erklärte Dubois gegenüber der "Finanz und Wirtschaft". Jedoch sei die momentane Krise nicht hilfreich beim Ziel, eine Betriebsgewinnmarge von 12% zu erreichen. "Heute liegen wir bei einer Ebitda-Marge von 7%... Steigen die Volumen wieder auf die alten Höhen, werden wir 12% erreichen", ist Dubois überzeugt. (FuW, S. 1/14; siehe sep. Meldung)
Alliance Boots: Der grösste europäische Pharmahändler Alliance Boots könnte dereinst wieder an die Börse zurückkehren. Stefano Pessina, Executive Chairman der Alliance Boots, möchte damit jedoch zuwarten, bis das Unternehmen von den Ratingagenturen im bereich Investment Grade eingestuft werde. Bei einer allfälligen IPO werde man zwischen London und Zürich für die Kotierung wählen: "für die Schweiz sprechen die zahlreichen Pharmaunternehmen, deren Aktien hier schon gehandelt werden", so Pessina. Die Beteiligung von 25% an Galenica werde weiterhin beibehalten, es handle sich um ein Investment rein finanzieller Natur. Er sei mit der Leistung Galenicas "sehr zufrieden", so Pessina weiter. (FuW, S. 27/28)
CH/Tourismus: Schweiz Tourismus zeigt sich für die angelaufene Wintersaison zurückhaltend. Obwohl die Buchungsindikatoren gut seien, werde es wohl einen Rückgang geben. "Auch der schönste Winter kann wirtschaftliche Rahmenbedingungen nicht beiseite wischen", sagte der abtretende Direktor von Schweiz Tourismus, Jürg Schmid, in einem Interview mit dem "St. Galler Tagblatt" vom Samstag. Zusätzliche Unsicherheit geht vom Minarett-Verbot aus: "Die Reaktionen, die wir erhalten, sind intensiv", sagte Schmid. Die Frage sei natürlich, ob der Volksentscheid einen Einfluss habe auf die touristische Entwicklung speziell in den islamischen Ländern, die zu den Wachstumsmärkten zählten. Ein momentaner Vorteil ist laut Schmid, dass im islamisch-arabischen Raum touristisch Nebensaison sei und dort die Dubai-Finanzkrise fast alles dominiere. "Zur Hauptreisezeit ist das Thema Minarett-Verbot hoffentlich nicht mehr so präsent." (St. Galler Tagblatt; siehe sep. Meldung)
dl/uh

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