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Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
CREDIT SUISSE: Die Credit Suisse (CS) soll vor Verhandlungen mit den US-Behörden wegen des Vorwurfes zur Beihilfe bei Steuerhinterziehung stehen. Auch soll eine Zivilklage drohen, wird in der Sonntagspresse spekuliert. Die US-Justiz hatte vergangene Woche Anklage gegen einen aktuellen und drei ehemalige Credit-Suisse-Banker erhoben. Die vier Männer sollen zusammen mit Kollegen Kunden geholfen haben, in den USA Steuern zu hinterziehen.
Die US-Staatsanwaltschaft und die US-Steuerbehörde IRS werfen in der Anklageschrift einer nicht genannten Grossbank vor, dass die Verschwörung zur Steuerhinterziehung bis ins Jahr 1953 zurückgehe. Bis im Sommer 2008 habe die Bank tausende geheimer Konten von Kunden aus den USA mit einem Gesamtwert von bis zu 3 Mrd USD gehabt. Ein US-Steueranwalt, der einst ein leitender Mitarbeiter der IRS war, rechnet mit einer Zivilklage gegen die die CS. Gemäss seinen Informationen dürfte im nächsten Monat ein so genanntes "John Doe Summons"-Verfahren eröffnet werden, sagte Milan Patel der Zeitung "Sonntag": "Das heisst, der IRS beantragt den Zugriff auf eine grosse Zahl von steuerlich nicht offengelegten Konten von US-Kunden in der Schweiz."
Damit liefe die CS in einen ähnlichen Hammer wie zuvor die UBS. Erst im vergangenen November wurde die von der IRS gegen die UBS angestrengte zivilrechtliche Klage eingestellt. Einen Monat zuvor hatte die amerikanische Staatsanwaltschaft auch das Strafverfahren gegen die UBS abgebrochen, nachdem die Daten von 4'450 UBS-Kunden ausgeliefert worden waren. (Siehe separate Meldung.)
FEINTOOL: Bei der angestrebten Übernahme von Feintool durch den Aargauer Industriellen Michael Pieper über dessen Artemis Beteiligungen III AG stehen die Chancen gut, dass das derzeitige Angebot von 350 CHF je Feintool-Aktie erhöht wird, wie die "NZZ am Sonntag" (NZZaS) schreibt. Die drittgrösste Aktionärin Geocent (9,1%) nach Pieper (33%) und Feintool-Gründer und Verwaltungsratspräsident Fritz Bösch (29,98%) soll sich mit dem angebotenen Preis nicht zufrieden geben. "Wir glauben an die eingeschlagene Strategie und an die Zukunft des Unternehmens", sagte Geocent-CEO Hein Winzenried gegenüber der NZZaS. "Wir dienen unsere Aktien nicht an." Zumindest nicht zum gebotenen Preis. (NZZaS, S. 43)
VALORA: Preisüberwacher Stefan Meierhans geht Beschwerden nach, wonach die Valora Holding AG in ihren Kioskbetrieben überhöhte Preise für Zeitschriften verlangt (u.a. infolge des schwachen Euro). "Wir haben die Kioskkette aufgefordert, auf die deutschen Verlage einzuwirken", sagte Meierhans im Interview mit dem "Tages-Anzeiger". Entsprechende Gespräche mit den deutschen Verlagen sollen am Laufen sein. Das Problem sei, dass Valora die deutschen Zeitschriften bloss vertreibe und die Preise grundsätzlich vom Verlag im Ausland festgelegt würden. "Allerdings hängt die Marge der Valora auch von der Höhe des Verkaufspreises ab. Es könnte also sein, dass gleich gerichtete Interessen eine Senkung verhindern." Sollten bis Ende März keine Resultate gesehen werden, stellt Meierhans eine vertiefte Vorabklärung in Aussicht. (Tages-Anzeiger, S. 51)
POST: Die deutsche Post-Tochter GHP will bis zu 450 Stellen bzw. jeden vierten Arbeitsplatz streichen. Trotz der anhaltenden Schwierigkeiten eines der wichtigsten Auslandengagements wolle die Post die Investitionen nicht vollständig abschreiben, ist der "SonntagsZeitung" zu entnehmen. Der deutsche Anbieter von adressierter Werbung wurde 2006 für einen zweistelligen Millionenbetrag übernommen und schrieb damals Verluste. Kurz darauf seien 50 Mio CHF für den Namen GHP bezahlt worden. Ende 2010 wurde die GHP in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der österreichischen Post eingebracht - die Meiller GHP, an der die Post noch zu 35% beteiligt ist. Die Post habe für einen Namen bezahlt, der nun in seiner ursprünglichen Form nicht mehr existiere. (SoZ, S. 49)
SCHWEIZER FRANKEN: Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB) rechnet nicht mit einer andauernden Aufwertung des Frankens in den nächsten Jahren, wenn Europa wieder stabiler wird. Zudem gebe es in der Schweiz nur eine sehr begrenzte Anzahl an Gütern und Wertschriften, die ausländische Anleger kaufen könnten. Auch deshalb dürfte die Gefahr einer weiteren Aufwertung wie in der jüngeren Vergangenheit limitiert sein, sagte SNB-Präsident Philipp Hildebrand in einem Interview mit der Zeitung "Sonntag" (Ausgabe 27.02): "Wir haben einen kleinen Obligationenmarkt, einen kleinen Aktienmarkt, einen kleinen Immobilienmarkt." Darum manifestiere sich die Nachfrage nach Schweizer Franken nicht in effektiven Investitionen, sondern primär auf den Derivatemärkten. Das heisst, es handle sich vorwiegend um temporäre Anlagen. (Sonntag, Siehe sep. Meldung).
rt/ra

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