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Pro Natura wirbt mit RaubZug für mehr Toleranz gegenüber Raubtieren

Mit einem so genannten RaubZug wirbt die Schweizer Naturschutzorganisation Pro Natura für mehr Toleranz gegenüber Luchs, Wolf und Bär. Vier alte Post-Bahnwaggons beherbergen eine Ausstellung, die am Freitag (10.03.) in Luzern vorgestellt wurde.

Dieser Inhalt wurde am 10. März 2000 - 14:48 publiziert

Mit einem so genannten RaubZug wirbt die Schweizer Naturschutzorganisation Pro Natura für mehr Toleranz gegenüber Luchs, Wolf und Bär. Vier alte Post-Bahnwaggons beherbergen eine Ausstellung, die am Freitag (10.03.) in Luzern vorgestellt wurde. Bis Ende Juni ist sie in 15 Schweizer Bahnhöfen zu sehen.

Der RaubZug ist das neueste Projekt der Luchs-Kampagne von Pro Natura. Weil auch heute noch viele Leute nicht bereit seien, ein für den Menschen harmloses Raubtier wie den Luchs in unserern Wäldern leben zu lassen, starte man diese Aktion zur Verbesserung des Images des Luchses und anderer Raubtiere, hiess es bei der Eröffnung der Ausstellung.

Das Thema "Luchs" sorgt in der Schweiz seit längerer Zeit für hitzige Debatten. Insbesondere Jäger und Kleinviehhalter haben mehrfach ihre Vorbehalte gegenüber der vom Bund und von Naturschutzorganisationen angestrebten Wiederansiedlung des Luchses vorgebracht. Makabrer Höhepunkt der Opposition war Mitte Februar die Zustellung von vier abgeschnittenen Luchspfoten an das Amt für Natur des Kantons Bern.

Gemäss Luchs-Konzept des Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (Buwal) soll der Luchs in der Schweiz mehr Lebensraum erhalten. Seine Verbreitung soll auch in bisher luchsfreien Gebieten aktiv gefördert werden.

"Der Umgang mit den heimischen Raubtieren ist ein Prüfstein für unsere Toleranz", sagt Rico Kessler, Informationsbeauftragter der Pro Natura. Deshalb setze man nun auf einen offenen Dialog und Informationen über Luchs, Wolf und Bär.

Der "RaubZug" ist jeweils Montag bis Freitag reserviert für Schulklassen und Gruppen. An Wochenenden steht er auch dem Publikum offen.

Station macht der Zug dort in der Schweiz, wo die Wogen um Luchs und andere Raubtiere heute besonders hoch schlagen. Nach den Worten der Projektleiterin Astrid Schönenberger will Pro Natura mit der Ausstellung dort präsent sein, wo es am nötigsten und sinnvollsten ist.

Der RaubZug der Pro Natura macht an folgenden Stationen Halt: Luzern (11.-20. März), Langnau i.E. (21.-27. März), Arth-Goldau (28. März-3. April), Erstfeld (4.-10. April), Giswil (11.-17. April), Zweisimmen (18.-24. April), Interlaken (24. April-1. Mai), Spiez (2.-8. Mai), Brig (9.-15. Mai), Sitten (16.-22. Mai), Martigny (23.-29. Mai), Aigle (30. Mai-5. Juni), Bulle (6.-12. Juni), Freiburg (13.-19. Juni), Neuenburg (20.-26. Juni).

swissinfo und Agenturen

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