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Programm der Internationalen Messe für Buch und Presse in Genf vom 1. bis 5. Mai 2002

Am 1. Mai eröffnet Bundesrat Moritz Leuenberger im Genfer Palexpo die 16. Internationale Messe für Buch und Presse. Etwa 1000 Aussteller aus 40 Ländern nehmen teil. Ehrengast Brasilien präsentiert prominente Autoren wie Jorge Amado und Paulo Coelho.

Am Buchsalon vertreten sind dieses Jahr unter anderen die Länder China, Südafrika, Israel, Saudiarabien, Libyen, Albanien, Belgien, Deutschland, Rumänien, Türkei, Kanada, Slowakei und Polen. 20 bis 30 Aussteller sind deutscher Sprache, nur 6 davon haben Einzelstände. 40 weitere Verlagshäuser sind am Gemeinschaftsstand des Schweizerischen Buchhändler- und Verlegerverbands SBVV vertreten.

Nach längerem Unterbruch fährt dieses Jahr wieder ein Spezialexpress mit Autoren und Autorinnen über den Röstigraben an den Salon. Er startet am Freitag, dem 3. Mai im Zürcher Hauptbahnhof mit der Taufe des neuen Intercityzugs Max Frisch durch Peter Bichsel. Der Zug wird in Biel mit dem ebenfalls neuen Neigezug "expo.o2" zusammengehängt, der in Genf von Nelly Wenger und Martin Heller getauft wird.

Kunst- Foto- und andere Ausstellungen

Ausser den Nebenmessen Europ'Art (Kunst), Educa (Ausbildung) und Musikmesse ergänzt eine grosse Ausstellung über den Maler Félix Vallotton die Verlags- und Bücherschau. Die Ausstellung konzentriert sich auf die Presseillustrationen, mit denen der in Frankreich eingebürgerte Schweizer Maler die Dritte Republik aufgemischt hat.

Zum vierten Mal präsentiert Swiss Press Photo die besten Schweizer Pressefotos des Jahres. Darunter ist auch die Aufnahme, die Christof Borner-Keller nach dem Zuger Attentat von den verletzten und unter Schock stehenden Politikern und Journalisten gemacht hat. Das Bild gewann den ersten Preis in der Kategorie "Aktualität".

Weitere Ausstellungen widmen sich der Zensur, den Bibliotheken, Frédéric Dard, dem meistgelesenen französischen Romancier des ausgehenden 20. Jahrhunderts und dem Thema Buch und Reisen. Hauptsponsor Post bietet zahlreiche Animationen an, so chinesische und arabische Kalligrafie. Ausserdem wird das Yverdoner Arteplage- Projekt "ONOMA" vorgestellt.

Brasilien und Vallotton

Brasilien mit seiner bedeutenden, aber in unseren Breiten immer noch unterschätzten Literatur, präsentiert in einem 400 m2 grossen Pavillon neben seinem literarischen Schaffen auch seine Musik, Bildhauerei, Fotografie und Videokunst.

Félix Vallotton (1865-1925), in der Schweiz geboren und durch Heirat Franzose geworden, ist Objekt des traditionellen Ausstellungs-Höhepunkts des Buchsalons. Er wurde lange Zeit als sanftmütiger Maler von Interieurs und Landschaften verkannt.

In Kunstkatalogen fanden oft nur seine meisterhaften Holzschnitte - hier vor allem die Autorenporträts - Eingang. Seine aufmüpfigen Werke hingegen wurden ignoriert. Der Buchsalon erweist dem unbequemen, "frühlinken" Vallotton Referenz, dem grafischen Kommentator der wichtigsten politischen Ereignisse der Dritten Republik: Affäre Dreyfus, grosser Krieg.

Das deutschsprachige Stiefkind des Salons

Das deutschsprachige Rahmenprogramm ist heuer wieder reichhaltiger als in vergangenen Jahren. Ein Podiumsgespräch "Nicht zu reden vom Begehren" präsentiert beispielsweise die Newcomer Li Mollet (auch an den Solothurner Literaturtagen), Frank Seethaler, Priska Furrer, Ueli Zingg. An einer weiteren Table ronde stellen sich Schreibende aus Bern wie Barbara Traber, Therese Bichsel und Fritz Widmer vor.

Am Vorabend und zum Auftakt des Salons liest Hugo Loetscher im Athénée aus seinem neuen Buch "Der Buckel".

Zum zweiten Mal fand sich kein Gastkanton, der sich mit einem Spezialpavillon am Buchsalon vorstellen will. Doch 2003 soll endlich der wichtigste Schweizer Literaturkanton, Zürich, Ehrengast sein.

swissinfo und Agenturen

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