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Prudential muss um Übernahme des AIG-Asiengeschäfts zittern (Kreise)

Dieser Inhalt wurde am 27. April 2010 - 15:10 publiziert

LONDON (awp international) - Der britische Versicherer Prudential muss einem Grossaktionär zufolge um die milliardenschwere Übernahme des AIG-Asiengeschäfts zittern. "Es besteht eine grosse Wahrscheinlichkeit, dass die notwendige Mehrheit von 75 Prozent des Kapitals nicht erreicht wird", sagte einer der wichtigsten zehn Anteilseigner, der nicht namentlich genannt werden wollte, am Dienstag. Zeitungen zufolge zweifelt der grösste Prudential-Aktionär, Capital Research and Management, an dem Geschäft und würde eine Aufspaltung des britischen Versicherers vorziehen. Prudential will sich die AIG-Asiensparte AIA für 35,5 Milliarden US-Dollar (26,6 Mrd Euro) einverleiben.
Die Aktien des britischen Versicherers profitierten von den Nachrichten. Der Kurs legte in London zeitweise um fast vier Prozent zu und notierte am Nachmittag noch mit 0,93 Prozent im Plus bei 551,10 britischen Pence.
KONZENTRATION AUF ASIEN
Dem Anteilseigner zufolge soll sich Prudential von seinem Grossbritannien-Geschäft trennen und voll auf den Wachstumsmarkt Asien setzen. "Darüber sollte man wirklich nachdenken", sagte er.
Prudential hatte sich Anfang März mit AIG auf die Übernahme des Asiengeschäfts geeinigt. Durch die Übernahme wollen die Briten zum Marktführer in Südostasien aufsteigen, müssen sich aber fast den kompletten Kaufpreis erst noch am Markt besorgen. Der staatlich gestützte Versicherer AIG kann durch den Verkauf einen Teil seiner Schulden an den amerikanischen Staat zurückzahlen. Die Übernahme soll nach den bisherigen Plänen im dritten Quartal 2010 abgeschlossen werden./RX/stw/gr/tw

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