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Zug (awp) - Die PSP Swiss Property AG (PSP) hat im ersten Semester 2010 den Gewinn ohne Liegenschaftserfolge gesteigert und die Erwartungen der Analysten auf allen Ebenen übertroffen. Den jüngst erhöhten Ausblick bestätigte das Immobilienunternehmen in seiner Mitteilung vom Dienstag.
Der Reingewinn fiel zwar um 7,2% auf 112,9 Mio CHF. Ohne Liegenschaftserfolge, d.h. ohne Bewertungsdifferenzen sowie ohne realisierten Erfolg aus Liegenschaftsverkäufen, stieg er indes um 9,4% auf 74,9 Mio CHF. Der EBITDA ohne Neubewertungseffekte betrug 117,7 (VJ 109,8) Mio CHF; der Liegenschaftenertrag verringerte sich durch die getätigten Immobilienverkäufe auf 130,3 (135,0) Mio CHF.
Die Neubewertung der Liegenschaften führte zu einer Aufwertung um 47,6 Mio CHF. Diese Wertsteigerung sei hauptsächlich auf den Abschluss neuer Verträge zu höheren Mieten, leicht gestiegene Marktmieten für Verkaufsflächen und den Einwertungserfolg der zugekauften Immobilie zurückzuführen.
Zur Jahresmitte betrug der Wert des Immobilienportfolios rund 5,1 (Ende 2009: 5,0) Mrd CHF. Die Leerstandsquote stieg auf 8,2% von 7,5%, davon seien 1,8 Prozentpunkte auf laufende Sanierungen zurückzuführen; das Portfolio Zürich-West (Wert 0,6 Mrd CHF) trägt 3,8 Prozentpunkte bei. Das Kernportfolio mit einem Wert von 4,4 Mrd CHF weist lediglich einen Leerstand von 3,1% auf.
PSP weist bei einem Eigenkapital von 2,7 Mrd CHF eine Eigenkapitalrendite von 8,3 (Ende 2009: 8,7)% aus. Die Verschuldungsrate liegt bei 38,3% (Ende 2009: 37,2%). Im April wurde eine Anleihe über 250 Mio CHF emittiert, zudem konnten Zinsabsicherungsgeschäfte geschlossen werden. Zur Jahresmitte verfüge PSP über ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 555 Mio CHF, womit die nötige Basis für Akquisitionen geschaffen sei.
Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Markterwartungen (AWP-Konsens) auf allen Ebenen übertroffen. Beim Liegenschaftsertrag hatten Analysten 129,6 Mio CHF erwartet, für den EBITDA und den Reingewinn ohne Liegenschaftserfolge waren es 115,9 Mio bzw. 72,2 Mio.
Die laufenden Arealentwicklungen seien planmässig weitergeführt worden, so PSP. Auf dem Gurtenaareal in Bern sei weiter der Baustart Mitte 2011 geplant. Nachdem für das Löwenaareal in Zürich der Generalunternehmungsauftrag erteilt worden sei, liefen nun die ersten Vorbereitungen für den Rückbau und den Baubeginn. Das geamte Projekt werde 2013 realisiert, erste Erweiterungen und Umbauten würden voraussichtlich 2011 fertig gestellt. Die Vermarktung der Eigentumswohnungen habe im zweiten Quartal begonnen und sei sehr gut angelaufen.
Der EBITDA-Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt: es werden weiterhin rund 215 Mio CHF erwartet. Die Leerstandsquote werde unter Einbezug des im zweiten Halbjahr 2010 fertig werdenden Neubaus Businesspark in Wallisellen rund 9% betragen. Der Neubau soll 1,2 Prozentpunkte beitragen, so PSP.
dr/uh

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