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(Meldung durchgehend ergänzt, vor allem um Angaben zur Sparte Media Sales)
Lausanne (awp) - Publigroupe hat im ersten Halbjahr 2010 in die schwarzen Zahlen zurückgefunden. Der Umsatz litt zwar weiter unter der rückläufigen Pressewerbung in der Sparte Media Sales. Dank Kostensenkungen und strategischen Initiativen kehrte die Gruppe aber zur Profitabilität zurück. Zudem stützten Einmaleffekte aus dem Verkauf von Beteiligungen und Immobilien. Für das Gesamtjahr wird ebenfalls ein positiver Abschluss erwartet.
Der Umsatz sank im ersten Semester um 10,6% auf 714,1 Mio CHF. Der EBIT stieg dagegen, gestützt von Einmaleffekten, auf 12,4 Mio CHF, nach einem Minus von 3,5 Mio CHF im Vorjahr. Auf der untersten Zeile der Erfolgsrechnung resultierte ein Überschuss 27,1 Mio CHF, nach einem Vorjahresverlust von 8,5 Mio CHF, wie die Werbevermarkterin am Montag mitteilte. Damit hat Publigroupe die Erwartungen der Analysten beim Umsatz leicht und beim Reingewinn klar übertroffen.
Ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten lag der EBIT bei 7,9 Mio und der Reingewinn bei 7,5 Mio CHF. Einmalkosten von 5,3 Mio CHF standen einmalige Erträge von 24,9 Mio CHF gegenüber. Letztere stammen aus Buchgewinnen aus dem Verkauf der Beteiligungen an den Basler Zeitung Medien und an Edipresse sowie eines Gebäudes in Baden.
Der operative und finanzielle Leistungsausweis der Gruppe sei dank weiterer Einsparungen in Höhe von 27 Mio CHF, eines reduzierten Betriebsverlusts bei Media Sales sowie des organischen Wachstums und der Akquisitionen bei den erfolgreichen Online-Dienstleistungen wieder positiv, heisst es.
Im weitaus grössten Bereich Media Sales sank der Umsatz um 10,8% auf 585,4 Mio CHF. Im Markt Schweiz geht die Verminderung vor allem auf den um 18% auf 435,5 Mio rückläufigen Pressebereich zurück, nachdem per Ende 2009 exklusive Beziehungen mit drei Zeitungsverlagen, vor allem mit Edipresse, ausliefen. Der operative Verlust bei Media Sales sank auf -3,1 (-14,4) Mio CHF. Dazu beigetragen haben dem Unternehmen zufolge neben der strikten Kostenkontrolle vor allem die verbesserten Ergebnisse im Bereich der elektronischen Medien, insbesondere jene der Kinovermarktung nach dem erfolgreichen Turnaround sowie die des internationalen Geschäfts.
Der Umbau des Geschäftsmodells von Media Sales als Verkäufer von Werberaum für die Schweizer Presse sei im Gange, heisst es weiter. Seit dem 1. Januar 2010 arbeite Media Sales auf der neuen Grundlage erfolgreich mit den Titeln der NZZ-Gruppe zusammen. Das Geschäftssegment baue eine neue digitale Plattform für die Abwicklung von Werbeaufträgen auf und unterbreitet den Branchenakteuren ein neues flexibles Dienstleistungsangebot. Der nachhaltige Turnaround wird für 2011 erwartet.
Auch wenn die Konjunktur mittlerweile die Talsohle durchschritten habe und verhalten aufwärts zeige, gehe die Strukturveränderung der Werbemärkte weiter, heisst es. Die traditionellen Medien blieben unter Druck, während interaktive Medien und Online-Marketingdienstleistungen Marktanteile gewinnen würden. Die auf operativer und strategischer Ebene ergriffenen Initiativen hätten mitgeholfen, die Auswirkungen der seit Sommer 2008 spürbaren Krise zu mindern.
Für das ganze Geschäftsjahr 2010 zeichne sich ein ebenfalls positives operatives Ergebnis und die fortgesetzte Erholung der Gruppe ab, heisst es weiter. Aufgrund des Basiseffekts dürften die Fortschritte allerdings bescheidener ausfallen als im ersten Halbjahr und hingen zudem von der weiteren konjunkturellen Entwicklung ab. Für das zweite Semester werden keine signifikanten Einmaleffekte erwartet, wie den Unterlagen zur heutigen Telefonkonferenz zu entnehmen ist.
Die Entwicklung im zweiten Quartal und die ersten Zahlen für das dritte Quartal bestätigten den insgesamt positiven Trend für alle wichtigen Aktivitäten, heisst es in den Präsentationsunterlagen zu einer Telefonkonferenz weiter.
ch/ra

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