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HERZOGENAURACH (awp international) - Der Sportartikelhersteller Puma hat sich trotz Fussballweltmeisterschaft noch nicht freispielen können. Zwar brachte der Verkauf von Trikots und anderen Fussballprodukten dem Konzern ein zweistelliges Plus im zweiten Quartal ein. Doch durch andere Effekte wie etwa verspätete Auslieferungen im Juni verpuffte der WM-Bonus. Nach Ablauf der ersten sechs Monate liegt der Konzernumsatz in etwa auf Vorjahresniveau. In der zweiten Jahreshälfte sei aber mit einem "soliden Wachstum" zu rechnen, kündigte Vorstandschef Jochen Zeitz am Donnerstag an. Die Puma-Aktie notierte am Vormittag mit minus 3,56% auf 227,50 EUR am Ende des MDax .
Das vom französischen Sportartikelhersteller PPR kontrollierte Unternehmen dürfte laut Zeitz bis Ende 2010 die Auswirkungen der Krise überstanden haben. Im Gesamtjahr sollen die Umsätze im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich (2009: 2,46 Mrd) steigen. Langfristig traut Zeitz dem Konzern ein Umsatzpotenzial von 4 Mrd EUR zu. Durch eventuelle Zukäufe könne es noch mehr werden, so der Vorstandschef.
Puma hatte in den vergangenen Jahren immer wieder neue Sportkategorien erschlossen, wie Schwimmen, Segeln oder zuletzt Golf. Durch die Wirtschaftskrise hatten dann aber zunächst Kosteneinsparungen Vorrang. Ab dem kommenden Jahr werde Puma seine langfristige Expansionsstrategie fortsetzen, kündigte Zeitz nun an. Wie genau diese aussehen soll, will der im Oktober bei der Vorstellung der Neun-Monats-Ergebnisse bekannt geben. Das Aktienrückkaufprogramm, das zwischenzeitlich auch auf Eis gelegen hatte, hat Puma bereits im zweiten Quartal wieder aufgenommen.
Etwas holprig könnte es für Puma noch durch den ungewissen Ausgang eines Rechtsstreits mit einem früheren spanischen Lizenznehmer werden. Ein Schiedsgericht in Spanien hatte Ende Juni entschieden, dass Puma seine Markenrechte zurückerhält aber im Gegenzug einmalig bis zu 98 Mio EUR an das Vertriebsunternehmen zahlen muss. Puma geht gegen dieses Urteil vor. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass es deswegen zu Sonderbelastungen kommen könnte, sagte Zeitz. Operativ und vor Sonderposten werde Puma aber beim Ergebnis im Gesamtjahr zulegen, sagte Zeitz. Seine im Mai noch abgegeben Prognose von einem Plus beim Vorsteuergewinn von über 70 Prozent zog der Konzernchef hingegen zurück.
Profitieren kann Puma beim Ergebnis von dem inzwischen abgeschlossenen Konzernumbau. Im zweiten Quartal verbesserte sich der operative Gewinn leicht von 63 auf 64 Mio EUR. Unter dem Strich stieg der Überschuss um gut 16% auf 44,8 Mio EUR. Der Umsatz legte im Quartal um 2,5% auf 615 Mio EUR zu. Analysten hatten allerdings mit mehr gerechnet. Lokal-Rivale Adidas hatte vergangene Woche bei der Vorlage vorläufiger Zahlen einen deutlichen Umsatz- und Gewinnsprung für das zweite Quartal gemeldet. Am 4. August will der Drei-Streifen-Konzern dann seinen vollständigen Bericht vorstellen./she/zb

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