Rad WM-Zeitfahren: Gontschar gewinnt, Nuttli guter Elfter

Unter dem Helm findet sich Jean Nuttli, bester Schweizer am WM-Zeitfahren. Keystone

Sergej Gontschar aus der Ukraine ist in Plouay, Frankreich, Weltmeister im Zeitfahren geworden. Der unbekannte Schweizer Jean Nuttli (26) verblüffte mit Rang 11.

Dieser Inhalt wurde am 12. Oktober 2000 - 18:30 publiziert

Nuttli hatte schon zu Junioren-Zeiten, als er sich in den Kriterien als spurtschnell erwies, einige Gewichtsprobleme. Vor vier Jahren brachte der Luzerner 125 kg auf die Waage, die er dann aber innerhalb eines halben Jahres auf 68 kg reduzierte.

Nuttli trainierte damals stundenlang mit tiefen Herz-Frequenzen auf dem Hometrainer. Inzwischen hat der Schnupperprofi beim Phonak Cycling Team einen Vertrag erhalten. Der Dritte der Schweizer Meisterschaft und 13. des GP des Nations machte in Plouay wesentlich bessere Figur als der ebenfalls nachträglich aufgebotene Patrick Calcagni, der unter 41 Teilnehmern nur auf den 35. Platz kam.

Wegen diverser Absenzen von Favoriten, wie Jekimow, Armstrong oder Ullrich war der Weg frei für die Spezialisten, die sich ausschliesslich auf diesen Wettkampf vorbereitet hatten.

Sergej Gontschar lieferte sich mit dem Deutschen Michael Rich ein spannendes Duell, wobei der Ukrainer auf den letzten Kilometern den entscheidenden Vorsprung herausholte. Der neue Weltmeister, vor drei Jahren WM- Dritter und vor zwei Jahren WM-Zweiter, stand in diesem Jahr mit lediglich einem Etappenerfolg und dem Gesamtsieg in der Lombardischen Woche zu Buche.

swissinfo und Agenturen

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