Raiffeisen-Gruppe profitiert von zunehmendem Wohnbau

Die Schweizer Raiffeisen-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2000 ein positives Ergebnis erzielt. Der Konzerngewinn stieg im Vergleich zum Vorjahr um 13,2 Prozent auf 190 Mio. Franken.

Dieser Inhalt wurde am 23. August 2000 - 10:20 publiziert

Die konsolidierte Bilanzsumme erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 3,9 Prozent auf 73,9 Mrd. Franken.

Wie die Gruppe am Mittwoch (23.08.) mitteilte, waren die ersten sechs Monate durch ein wachsendes Kreditgeschäft und eine Umlagerung von Kundengeldern geprägt. Das Hypothekarvolumen nahm dabei um weitere 3,7 Prozent auf 57,1 Mrd. Franken zu, was darauf hindeute, dass die Wohnbautätigkeit in den traditionellen Raiffeisen-Gebieten in stadtnahen und ländlichen Gebieten voranschreite und die Gruppe demzufolge weitere Marktanteile im Hypothekargeschäft gewinnen dürfte.

Bei den Kundengeldern wurde in den ersten sechs Monaten eine Zunahme um 1,2 Prozent auf 55,8 Mrd. Franken erzielt. Dabei stand einer deutlichen Zunahme bei neuen Kundenfestgeldern allerdings ein Rückgang bei den Spareinlagen um 2,3 Prozent auf 41,6 Mrd. Franken gegenüber. Das Depotvolumen stieg damit um mehr als 1,8 Mrd. auf über 16 Mrd. Franken. Der Erfolg aus dem Kommissionsgeschäft stieg im ersten Semester um 46,4 Prozent.

Die Erhöhung des Konzerngewinns ist einerseits auf die Erhöhung des Bruttogewinns, andererseits aber auch auf stark rückläufige Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste zurückzuführen.

Der Anteil des Zinsengeschäfts am gesamten Bruttoertrtag von 742,8 Mio. Franken belief sich dabei auf 78,7 Prozent. Die Zunahme des Geschäftsaufwands um rund 15 Prozent entspricht den Erwartungen und steht im Zusammenhang mit der Ausweitung des Geschäftsstellen- Netzes, wie es in der Mitteilung heisst.

Die Zahl der Mitglieder der Raiffeisen-Gruppe erhöhte sich im ersten Semester um knapp fünf Prozent auf 887'000 Personen. Für das ganze Jahr rechnet die Gruppe mit guten Erfolgsaaussichten, wobei sich der Bedarf für Wertberichtigungen und Rückstellungen im Rahmen des Vorjahres bewegen dürfte.

swissinfo und Agenturen

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