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Reaktionen auf Durrer-Rücktritt: Von überrascht bis erleichtert

Adalbert Durrer hat alle überrascht.

(Keystone Archive)

Der Rücktritt von Adalbert Durrer als CVP-Präsident hat bei den anderen Bundesratsparteien Überraschung und teilweise auch Bedauern ausgelöst. Die bürgerlichen Parteien hoffen, dass die CVP wieder mehr Profil erhält. Die SP glaubt, dass sie mit dem Rücktritt Durrers nur gewinnen kann.

SVP-Präsident Ueli Maurer zeigte sich wie viele andere vom Zeitpunkt des Rücktritts überrascht. Durrer sei nicht an sich selber gescheitert, sondern an der fehlenden Ausrichtung seiner Partei. Die CVP habe kein Profil mehr. Durrer sei in ersten Stellungnahmen sehr bürgerlich gewesen, habe seine Meinung aber dann immer zu Gunsten der Partei zurückstellen müssen.

FDP: Bedauern

Für FDP-Fraktionspräsidentin Christine Beerli hat Durrer ein schwieriges und kräfteraubendes Amt gehabt in einer Partei, die im Moment auseinanderdrifte. Es werde nicht einfach sein für die CVP, sich wieder zusammenzuraufen. Wichtig für die FDP sei es, dass die CVP wieder genau festlege, wohin ihre Reise gehen soll.

Der designierte FDP-Präsident, der Schaffhauser Nationalrat Gerold Bührer, sagte, seit dem Entscheid über die EU-Initiative sei Durrer erheblich frustriert gewesen. "Wahrscheinlich sieht er keine Erfolgsaussichten mehr, um die Partei klar auf bürgerlichen Kurs zu bringen. Das bedaure ich."

SP: Wir können nur gewinnen

SP-Präsidentin Christiane Brunner sagte, anscheinend habe Durrer einen lukrativeren Job gefunden. Er habe Mühe gehabt, die CVP als Partei der Mitte zusammenzuhalten. "Die Partei befand sich meiner Meinung nach in einer schwierigen Lage, und da wäre ich als Präsidentin geblieben", sagte sie.

SP-Fraktionschef Franco Cavalli sagte, für seine Partei sei der Durrer-Rücktritt positiv, die SP könne nur gewinnen. "Durrer ist derjenige, der die CVP nach rechts gebracht hat. Er war so beeindruckt vom Durchmarsch der SVP in den Kantonen, dass er das heil nur noch im Nachrennen gesucht hat", sagte er. Ausserdem sei es Durrer gewesen, der von einem Bundesrat ohne SP geträumt habe.

CVP: Rücktritt als Chance

Auch die CVP-Parlamentarier selber wurden von Durrers Ankündigung überrumpelt. Vizepräsidentin Rosmarie Zapfl sagt, sie sei einerseits total schockiert, anderseits freue sie sich für Durrer, dass er eine gute Aufgabe gefunden habe. Sie habe immer gut mit ihm zusammengearbeitet, auch wenn sie nicht immer gleicher Meinung gewesen seien.

Für den Schwyzer Ständerat Bruno Frick ist der Rücktritt nach dem Europa-Entscheid zwar ein schwieriger Moment, aber auch eine Chance für die Zukunft.

swissinfo und Agenturen

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