Realistische Chancen für Postbank

Der scheidende Postschef Ulrich Gygi sieht gute Chancen dafür, dass PostFinance eine Banklizenz erhalten kann. PostFinance wäre dafür auch bereit, die Staatsgarantie aufzugeben. Auch prominente bürgerliche Politiker fordern eine Banklizenz.

Dieser Inhalt wurde am 01. März 2009 - 11:16 publiziert

Es sei sehr positiv, dass jetzt auch bürgerliche Kreise eine Postbank diskutierten, die auch Kredite gewähren solle, erklärte Gygi gegenüber der Zentralschweiz am Sonntag. Den Weg dafür geebnet haben dürfte die Finanzmarktkrise. "Genugtuung ist keine dabei, aber Freude darüber, dass die Frage der Postbank wieder auf den Tisch kommt."

Im Zusammenhang mit der Staatsgarantie wies Gygi darauf hin, dass die Post faktisch eine habe, weil sie dem Bund gehöre, formell aber nicht. PostFinance sei aber bereit, diese aufzugeben. Die ensprechende Bestimmung könnte etwa lauten, dass für die Verbindlichkeiten der Postbank nur deren Eigenkapital hafte. Dies würde der Postbank gleich lange Spiesse wie den Banken bieten.

Auch prominente Politiker von FDP und SVP fordern jetzt eine Postbank. Die Postbank werde im Parlament mehrheitsfähig, sagte FDP-Vizepräsident Ruedi Noser gegenüber der NZZ am Sonntag. Erfreut über diese Entwicklung ist die SP, die sich schon seit geraumer Zeit für eine Postbank stark macht.

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