Regelmässige Ferienlager für Kinder aus Krisengebieten

Besuch im Bundeshaus: Bundespräsident Ogi empfing am Donnerstag Kinder aus dem Kosov und Bosnien-Herzegowina. Keystone

Dank der Stiftung "Swiss Cor" soll es in der Schweiz künftig jedes Jahr ein Ferienlager für Kinder aus Krisengebieten geben. Das Patronat übernimmt Bundespräsident Adolf Ogi, der am Donnerstag (17.08.) kriegsversehrte Kinder aus dem Balkan empfing.

Dieser Inhalt wurde am 17. August 2000 - 17:15 publiziert

Das aktuelle Ferienlager, das rund hundert Kinder aus dem Kosovo und Bosnien- Herzegowina gegenwärtig auf Ogis Initiative hin in Melchtal (OW) erleben, bleibt keine Eintagsfliege.

Am Donnerstag gab das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) die Gründung einer privaten Stiftung bekannt, mit der diese humanitäre Aktion über das Jahr 2000 hinaus weitergeführt werden soll.

Patenfamilien gesucht

Ziel der privaten Stiftung "Swiss Cor" ist es, jährliche Ferienlager für Kinder aus Krisengebieten zu organisieren und die erforderlichen finanziellen Mittel zu beschaffen.

In allen Sprachregionen werden Patenfamilien gesucht, die Kinder "sponsern" und zu ihnen auch eine persönliche Verbindung aufbauen.

Das Stiftung wurde von der Fondation Leeaards in Lausanne, der Fanny Häuptli-Stiftung in Zürich und der UBS mit einem Kapital von 200'000 Franken errichtet. Weitere 200'000 Franken steuerte die Familienstiftung Sandoz in Pully bei. Die Kapitalerträge sowie die Beiträge der Patenfamilien und weiterer Sponsoren werden die Lager finanzieren.

Ein Schlafsack als Erinnerung

Bundespräsident Ogi, der das Patronat von "Swiss Cor" als Privatmann übernommen hat, empfing im Nationalratsaal die von Soldaten betreuten Ferienkinder aus Melchtal. "Die Schweiz wird euch nicht vergessen", rief er ihnen zu und schenkte jedem einen Armee-Schlafsack. Die Kinder revanchierten sich mit einem selbstverfassten Bilderbuch und andern kleinen Geschenken.

swissinfo und Agenturen

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