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(Mit weiteren Angaben)
MÜNCHEN (awp international) - BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer bleibt an der Spitze des Münchner Autoherstellers. Der Aufsichtsrat verlängerte am Mittwoch vorzeitig den Vertrag mit dem 54 Jahre alten Manager bis 2016, wie der Konzern mitteilte. Der Schritt war seit längerem erwartet worden. Reithofer, der seit 2006 an der BMW-Spitze steht, hatte das Unternehmen dank eines früh eingeleiteten strikten Sparkurses erfolgreich durch die schwere Branchenkrise gesteuert. Sein Vertrag wäre eigentlich im September 2011 ausgelaufen.
"Mit diesem Schritt ist auch in den kommenden Jahren Kontinuität sowie eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand gewährleistet", sagte Aufsichtsratschef Joachim Milberg. Auch Gesamtbetriebsratschef Manfred Schoch lobte die Zusammenarbeit mit dem Konzernchef. "Ich bin davon überzeugt, dass wir bei der BMW Group weiterhin an einem Strang ziehen und damit optimistisch in die Zukunft blicken können".
Reithofer hatte dem Konzern bereits vor dem Beginn der Krise einen harten Sparkurs verordnet. BMW baute rund 10.000 Stellen ab und will bis 2012 rund sechs Milliarden Euro einsparen. In diesem Jahr laufen die Geschäfte der Münchner wieder glänzend, beim Absatz kann der Konzern an die Verkaufszahlen vor der Krise anknüpfen. Daneben trieb Reithofer die Entwicklung spritsparender Motoren voran und will dem Unternehmen neue Geschäftsfelder erschliessen.
Dazu gehört unter anderem die Zusammenarbeit mit anderen Herstellern. So kooperierten die Münchner mit dem französischen PSA- Konzern (Peugeot ) bei der Entwicklung eines Motors, der unter anderem bei der BMW-Tochter Mini verbaut wird. Ebenfalls am Mittwoch gab BMW bekannt, dass diese Motoren künftig auch an den schwedischen Hersteller Saab geliefert werden sollen. Weitere Kooperationen würden geprüft, sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson bei der Vertragsunterzeichnung im schwedischen Trollhättan.
Von 2012 an wird BMW eine neue Modellreihe der Schweden mit 4- Zylinder-Benzinmotoren ausstatten. Über die Zahl der Aggregate und die finanziellen Details vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Die Schweden gehören nach einer langen Zitterpartie mittlerweile dem niederländischen Sportwagenhersteller Spyker. Das kleine Unternehmen hatte die schwedische Traditionsmarke erst im Januar 2010 vom US-Konzern General Motors übernommen. Saab stand zuvor vor dem Aus und peilt mittlerweile für 2011 eine Produktion von rund 80.000 Fahrzeugen an und will in den kommenden Jahren weiter zulegen./sbr/DP/fn

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