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LEVERKUSEN (awp international) - Der Spezialchemiekonzern Lanxess traut sich nach einem Rekordquartal und glänzenden Perspektiven für 2011 nun auch grössere Zukäufe zu. Derzeit würden weltweit verschiedene Möglichkeiten geprüft, sagte Konzernchef Axel Heitmann am Mittwoch bei einer Telefonkonferenz. Dabei gehe es um Unternehmen mit Umsätzen von einer halben bis zu einer Milliarde Euro zur Stärkung bestehender Geschäftsbereiche. Bisher hatte der Konzern nur kleinere und mittlere Unternehmen mit bis zu einer halben Milliarde Euro Umsatz im Visier. Es seien aber weiter keine Zukäufe um jeden Preis zu erwarten. Lanxess werde keine Abenteuer eingehen und auf einem soliden Kurs bleiben. Heitmann will sich aber aktiv am Konsolidierungskurs der Branche beteiligen. Die zweigleisige Strategie organischen und externen Wachstums werde konsequent weiter verfolgt.
Der Autoboom und die kräftige Erholung im Agrochemiegeschäft sowie in der Bauwirtschaft sorgten bei Lanxess zum Jahresstart für einen kräftigen Umsatz- und Gewinnschub. Auch für die weitere Entwicklung zeigte sich Heitmann zuversichtlich: "Der Auftakt des zweiten Quartals verläuft sehr erfreulich." Die Dynamik sei ungebrochen. Er konkretisierte vor diesem Hintergrund die Ergebnisprognose für das laufende Jahr. Bei einem verbesserten Umsatz zum Vorjahr sei nun eine Steigerung des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) sowie vor Sondereinflüssen um 10 bis 15 Prozent zu erwarten. Damit knacken die Leverkusener bei dieser Kennzahl die Marke von einer Milliarde Euro. Bisher waren sowohl für Umsatz als auch das operative Ergebnis nur Steigerungen in Aussicht gestellt worden.
OPTIMISTISCH FÜR JAHRESVERLAUF
"Angesichts des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds bleiben wir für den weiteren Jahresverlauf optimistisch", unterstrich Heitmann. Der Konzern sei auf sehr gutem Weg, das Mittelfristziel von 1,4 Milliarden Euro beim EBITDA vor Sondereinflüssen im Jahr 2015 zu erreichen. Der Ausblick für 2011 beinhalte Umsatzbeiträge von rund 350 Millionen Euro aus dem von Syngenta übernommenen Materialschutzgeschäft und aus dem Kautschukgeschäft von DSM , das zum 1. Mai gekauft wurde.
Im ersten Quartal 2011 legte das operative Ergebnis (EBITDA) unerwartet deutlich um 38 Prozent auf 322 Millionen Euro zu, während sich der Umsatz um 29 Prozent auf 2,073 Milliarden Euro erhöhte. Das Wachstum resultierte aus grösseren Absatzmengen (+12,2%) und kräftigen Preissteigerungen (+14,7%). Mit diesen seien höhere Kosten für Rohmaterialien in den Markt weitergegeben worden. Auch künftig will der Konzern an seiner Preis-vor-Menge-Strategie festhalten. Preiszugeständnisse im Kampf um Absatzmengen sind bei Lanxess also weiterhin nicht zu erwarten. Unter dem Strich verdiente Lanxess 166 (104) Millionen Euro. Alle Segmente und Regionen verzeichneten zweistellige Wachstumsraten.
AUFHOLJAGD DER BRANCHE
Der Konzern übertraf mit seinen Kennzahlen die Erwartungen der von dpa-AFX befragten Analysten. Die Aktien gerieten in einem etwas festeren Marktumfeld gleichwohl unter Druck und büssten gegen Mittag 2,44 Prozent auf 60,82 Euro ein. Händler sprachen aber von Gewinnmitnahmen. Nachdem die Aktie vergangene Woche auf ein Rekordhoch geklettert war, nähmen einige Anleger nach den guten Zahlen nun Gewinne mit, hiess es am Markt. LBBW-Analyst Ulle Wörner sprach von einer "exzellenten Entwicklung" im ersten Quartal. Commerzbank-Analyst Stephan Kippe zeigte sich ebenfalls positiv überrascht. Den Ausblick wertete er nach dem starken Jahresauftakt als "vorsichtig optimistisch".
Die Chemiekonjunktur insgesamt ist nach wie vor in einer sehr guten Verfassung. Die erwartete Abkühlung nach der rasanten Aufholjagd im Vorjahr von der Krise blieb bisher aus. Dies hatten zuletzt auch die Quartalsberichte der grossen Chemiekonzerne wie etwa BASF oder auch von Dow Chemical und E.I. DuPont de Nemours in den USA belegt./jha/she/stk

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