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Paris (awp/sda/afp) - Nach der vermeintlichen Industriespionage bei Renault hat sich der französische Autokonzern in aller Form bei den drei Managern entschuldigt, die er im Januar entlassen hatte.
Das Unternehmen gab am Montag zu, dass es die Führungskräfte fälschlicherweise beschuldigt habe. Konzernchef Carlos Ghosn und Markenchef Patrick Pélata baten sie "persönlich und im Namen von Renault" um Entschuldigung und versprachen ihnen schnellstmögliche Wiedergutmachung.
Der Autokonzern hatte die Manager bezichtigt, firmeninternes Wissen weitergegeben und dafür Bestechungsgelder auf ausländischen Konten eingestrichen zu haben. Hinter vorgehaltener Hand hatte es im Januar geheissen, die Führungskräfte hätten für China spioniert, was die chinesische Regierung zu entschiedenem Widerspruch veranlasste.
Nachdem sich der französische Inlandgeheimdienst und die Staatsanwaltschaft in die Ermittlungen einschalteten, stellte sich heraus, dass die Manager möglicherweise von einem Kollegen angeschwärzt wurden: Ein leitender Mitarbeiter der Sicherheitsabteilung habe den Vorwurf der Spionage aufgebracht, indem er sich auf einen anonymen Informanten berief, hiess es in Ermittlerkreisen.
Renault bezahlte über den Mittelsmann in der Sicherheitsabteilung angeblich eine Viertelmillion Euro an den Informanten - den es offenbar gar nicht gab, wie die Ermittler feststellten. Die Polizei nahm den Manager aus der Sicherheitsabteilung am Freitag fest, als er sich nach Guinea absetzen wollte. Die Staatsanwaltschaft leitete noch am Wochenende ein Ermittlungsverfahren gegen den Mann ein.

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