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Rentenanstalt holt Nationalbank-Vize

Bruno Gehrig, bald in Diensten der Rentenanstalt. SNB

Bruno Gehrig soll neuer Präsident des Lebensversicherers Rentenanstalt/Swiss Life werden. Die Generalversammlung wählt am 27. Mai 2003.

Dieser Inhalt wurde am 20. Dezember 2002 - 20:04 publiziert

Auf diesen Zeitpunkt hin tritt der bisherige VR-Präsident Andres F. Leuenberger vom Amt zurück.

Der 56-jährige Bruno Gehrig ist zur Zeit Vizepräsident im Direktorium der Nationalbank. Gehrig tritt auf den 30. Juni 2003 bei der Nationalbank aus. Bundespräsident und Finanzminister Kaspar Villiger dankte Gehrig in einem Communiqué für seine Arbeit.

Wissenschafter in der Privatbank

Der promovierte Politologe Gehrig galt im September 2000 als Kronfavorit für die Nachfolge von Hans Meyer an der Spitze der Nationalbank. Er unterlag aber Jean-Pierre Roth.

Vor seiner Wahl in das oberste Führungs-Gremium des nationalen Institutes im Jahr 1996 hatte sich Gehrig in Forschung und Lehre sowie in der Privatwirtschaft einen Namen gemacht.

Gehrig gilt als guter Kommunikator und soll über die Fähigkeit verfügen, mit profunder Sachkenntnis in der Geldpolitik auch komplexe Zusammenhänge einem breiten Publikum nahe bringen zu können.

Weiter verfügt er, dank seiner langjährigen Bankerfahrung, über einen guten Draht zu den Finanzmärkten. Politisch gehört der Ostschweizer Gehrig der CVP an. Gehrig ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Er lebt in Winterthur.

Rentenanstalt in Schieflage

Der bisherige und unter Beschuss geratene 64-jährige Rentenanstalt-Präsident Andres F. Leuenberger hatte am 7. November angekündigt, er trete nach der Generalversammlung vom Vorsitz ab. Dieser Schritt erfolgte nur einen Tag nach der Demission von Konzernchef Roland Chlapowski.

Darauf kam es zu weiterem Köpferollen in der Teppichetage des Konzerns. Die dubiose Investitionsfirma LTS der Chefetage und zwei aufeinander folgende Fehler in der Rechnung erschütterten das Vertrauen in den Versicherer. Das Bundesamt für Privatversicherung nahm Ermittlungen auf.

Auch die besonders von der Rentenanstalt geforderte Senkung der Mindestverzinsung von Pensionskassengeldern auf drei Prozent brachte dem Unternehmen wenig Freunde.

Die Rentenanstalt-Turbulenzen zogen auch den ehemaligen FDP-Parteipräsidenten Gerold Bührer in den Strudel, der wegen seines Verwaltungsratsmandats vor die Frage gestellt wurde: Parteichef oder Verwaltungsrat. Bührer entschied sich für das Verwaltungsrats-Mandat. Er stellt sich den Aktionären im Mai zur Wiederwahl.

swissinfo und Agenturen




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