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Rentenanstalt macht Kasse

(Keystone Archive)

Beteiligungsverkäufe haben dem Versicherungskonzern Rentenanstalt/Swiss Life mehr als eine halbe Milliarde Franken eingebracht.

Im Einzelnen floss der Rentenanstalt aus der Bereinigung der Engagements im Hedge-Fund-Bereich ein Netto-Kapitalgewinn von insgesamt 329,6 Mio. Franken zu, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Mit dem Netto-Kapitalgewinn von 554 Mio. Franken wird die Eigenkapitalbasis gestärkt. Die Börse reagierte freundlich.

Mehrere Verkäufe

Die grösste Schweizer Lebensversicherung verkaufte ihren seit 1998 gehaltenen Anteil von 23,5 Prozent an der RMF Investment Group in Pfäffikon (SZ) der britischen MAN-Gruppe. Anfang Mai hatte die Rentenanstalt bereits ihre Zwei-Drittels-Beteiligung an der gemeinsamen Tochter Swiss Life Hedge Fund Partners der RMF Group abgetreten. Dies galt als Vorbereitung der Übernahme von RMF durch MAN.

Mit den Verkäufen sollen die Aktivitäten der Rentenanstalt in den Bereichen Hedge Funds und Leveraged Finance neu geordnet werden.

Aktienanteil gesenkt

Darüber hinaus senkte die Rentenanstalt gemäss Mitteilung den Aktienanteil in ihrem Anlageportfolio. Dieser wurde laut Konzernsprecherin Marie-Therese Guggisberg seit Anfang 2001 von 20 auf 13 Prozent reduziert.

Dabei wurde die Beteiligung am Inspektionskonzern Societe Generale de Surveillance (SGS) von rund 16 auf weniger als fünf Prozent vermindert. Die Transaktion trug der Rentenanstalt einen Kapitalgewinn von rund 224 Mio. Franken ein, gemäss Guggisberg in bar.

Mit der Verminderung des Aktienanteils soll die Abhängigkeit von der Aktienmarkt-Entwicklung reduziert werden. Im Gegenzug wurde laut Guggisberg der Anteil von Obligationen und Darlehen am Anlage-Portefeuille von 56 auf 58 Prozent ausgeweitet. Der Anteil der Liegenschaften stieg von sechs auf acht Prozent.

Nur Bares ist Wahres

Der gesamte Kapitalgewinn von 554 Mio. Franken floss der Rentenanstalt gemäss den Angaben zum grössten Teil in bar zu. Der kleinere Teil wird in MAN-Aktien entrichtet.

Der Kapitalzufluss dient laut Guggisberg der Stärkung der Eigenkapitalbasis von Rentenanstalt/Swiss Life. Dies wurde von Finanzanalysten positiv aufgenommen. So schätzte Eric Güller von der Zürcher Kantonalbank in einem Marktkommentar, dass die Substanz der Rentenanstalt um etwa acht Prozent gestärkt werde.

Trotz schmaler Eigenkapitalbasis sinke die Gefahr der Kapitalbeschaffung. Die Rentenanstalt-Aktie bleibe aber risikobehaftet, unter anderem wegen der weiterhin unbekannten Strategie und der tiefen Profitabilität.

swissinfo und Agenturen

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