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DÜSSELDORF (awp international) - Der Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall hat wie erwartet wegen der besser laufenden Geschäfte mit den Autobauern die Jahresprognose für 2010 angehoben. Der Hersteller von Kolben und Motorblöcken sowie Panzern, Waffen und Munition will nun einen Umsatz von rund 3,9 Milliarden Euro erzielen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll 2010 von 15 Millionen Euro im Vorjahr auf 260 Millionen bis 280 Millionen Euro steigen. Bislang hatte der Konzern einen Umsatzanstieg von 3,4 Milliarden auf rund 3,7 Milliarden Euro sowie ein EBIT von 220 Millionen bis 250 Millionen Euro in Aussicht gestellt
Im zweiten Quartal erzielte das Unternehmen ein Umsatzwachstum von knapp 17 Prozent auf 928 Millionen Euro. Das EBIT legte von minus 44 Millionen Euro auf plus 62 Millionen Euro zu. Unterm Strich blieben für den Zeitraum von April bis Juni 38 Millionen Euro. Damit fielen die Zahlen weitgehend im Rahmen der Erwartungen aus. In einer ersten Reaktion bezeichnete ein Händler die Zahlen als "solide". Die im MDax notierte Aktie gab vorbörslich dennoch leicht nach.
SPARKURS HILFT ERGEBNIS
"2010 wird ein starkes Jahr für Rheinmetall. Das zeichnet sich nach den ersten sechs Monaten ab", sagte Rheinmetall-Chef Klaus Eberhardt laut Mitteilung. Wegen der rasant angestiegenen Autonachfrage hatten auch schon die Hersteller selbst sowie zahlreiche andere Zulieferer mit ihren Quartalsbilanzen geglänzt und die Erwartungen für das Gesamtjahr nach oben geschraubt.
Rheinmetall hatte in der Branchenkrise des vergangenen Jahres Werke geschlossen sowie Tausende Stellen gestrichen. "Wir ernten jetzt im Automobilgeschäft die Früchte der tief greifenden Restrukturierung des letzten Jahres", sagte Eberhardt. Mit einer EBIT-Rendite von mehr als fünf Prozent im zweiten Quartal sei der Automotive-Bereich "auf dem Weg zurück zu alter Ertragskraft", hiess es.
ZUWÄCHSE IN RÜSTUNGS- UND AUTOMOBILGESCHÄFT ERWARTET
Die zweite Säule des Konzerns, das Rüstungsgeschäft, erwies sich auch im zweiten Jahresviertel als stabiler Gewinnbringer. Im Zeitraum von April bis Juni wurde eine EBIT-Rendite von gut elf Prozent erzielt. Der ohnehin schon hohe Auftragsbestand des Bereichs wurde per Ende Juni noch einmal auf fast fünf Milliarden Euro gesteigert. In der Rüstungssparte verstärkt sich Rheinmetall auch durch Zukäufe. Allein durch die Akquisitionen rechnet sich das Unternehmen 2010 ein Umsatzplus von 100 Millionen Euro aus, aus eigener Kraft sollen weitere 100 Millionen Euro hinzukommen. Die übrigen 300 Millionen Euro Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr soll die Autosparte beisteuern.
Für das zweite Halbjahr rechnen die Düsseldorfer mit einer weiter positiven Entwicklung. Dabei dürfte das Umsatzwachstum im Autozulieferergeschäft aber unter der Rate der ersten Jahreshälfte zurückbleiben. Wegen der Ferien fallen die Sommermonate in der Branche üblicherweise schwächer aus. Zudem wird wegen der höheren Vergleichswerte aus dem Vorjahr allgemein mit einer leichten Abschwächung der Wachstumsraten gerechnet./dct/ang/zb

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