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DÜSSELDORF (awp international) - Der Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall will nach der Rückkehr in die Gewinnzone seine Aktionäre mit einer Rekorddividende belohnen. Zur Wachstumsstrategie gehören auch weiter Zukäufe, wie Konzernchef Klaus Eberhardt am Mittwoch bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf erklärte. Die Prognose für das laufende Jahr fiel wie bei Rheinmetall üblich eher zurückhaltend aus.
An der Börse kam vor allem der Ausblick nicht gut an. Der in Aussicht gestellte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 330 Millionen bis 360 Millionen Euro bleibe hinter der Markterwartung von 376 Millionen Euro zurück, hiess es aus dem Handel. Die Papiere notierten am Vormittag zunächst mit einem Abschlag von rund drei Prozent, drehten aber am Mittag ins Plus.
Nach 30 Cent im Vorjahr sollen die Aktionäre nun eine Dividende von 1,50 Euro je Anteilsschein erhalten. Dies entspreche einer Ausschüttungsquote von 35 Prozent, hiess es. Dank der wiederbelebten Autokonjunktur fuhr der Konzern im vergangenen Jahr aus den roten Zahlen. Unterm Strich stand ein Gewinn von 174 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr krisenbedingt noch ein Verlust von 52 Millionen Euro angefallen war. "Dank eines starken Turnarounds bei Automotive sind wir wieder auf der Erfolgsspur", sagte Rheinmetall-Chef Eberhardt.
WEITERES WACHSTUM
In den nächsten Jahren erwartetet der Konzern in beiden Sparten kontinuierliches Wachstum. Dazu sollen auch weiter Zukäufe beitragen. "Wir haben beide Bereiche im Visier", sagte Eberhardt. Schon im ersten Halbjahr 2011 erwarte er einen Abschluss. Seit Juli 2010 hat der Konzern in der Rüstungssparte fünf Unternehmen aus dem In- und Ausland übernommen. Künftig sei vor allem der US-Markt interessant, sagte Eberhardt. Für die Autosparte schaue man sich vor allem in Indien und China um.
Für das laufende Jahr stellt der Hersteller von Kolben für die Automobilindustrie, gepanzerten Fahrzeugen, Waffen und Munition ein Umsatzwachstum von acht Prozent auf 4,3 Milliarden Euro in Aussicht. Bis 2013 sollen dann Erlöse von 5,9 Milliarden Euro zusammenkommen. Dabei dürfte das Rüstungsgeschäft mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 20 Prozent im Jahr deutlich stärker zulegen als das Automobilgeschäft. 2010 entfiel auf beide Sparte jeweils etwa die Hälfte der Erlöse von vier Milliarden Euro.
AUTOGESCHÄFT ERHOLT
Im laufenden Jahr rechnet der Konzern mit einer weiteren Erholung im Autogeschäft. Nach dem tiefen Einbruch im Krisenjahr 2009 kehrte die Autosparte, die alle namhaften deutschen Hersteller beliefert, 2010 auf operativer Ebene in die Gewinnzone zurück. Den höheren Gewinnbeitrag zum Konzern-EBIT von 297 Millionen Euro leistete aber die Rüstungssparte. Sie zeigte sich mit einer Umsatzrendite von 11,6 Prozent erneut ertragsstark. Auch 2011 soll eine zweistellige EBIT-Marge erzielt werden.
Allein in der Rüstungssparte hat das Unternehmen ein Auftragspolster von 4,8 Milliarden Euro im Rücken. Hier profitiert Rheinmetall vor allem von langfristigen Verträgen etwa für Panzer oder Wartung sowie die Lieferung von Munition. Auch künftig soll das internationale Geschäft weiter gestärkt werden, um sich vom Referenzkunden Bundeswehr unabhängiger zu machen. Der Umsatzanteil mit dem Heimatland soll von derzeit gut einem Drittel auf 20 Prozent sinken.
KEINE AUSWIRKUNGEN VON JAPAN UND NORDAFRIKA
Von den aktuellen politischen Umwälzungen im arabischen Raum sieht sich der Konzern nicht betroffen. "Wir haben kein Geschäft mit Libyen", sagte Eberhardt. Auch für die Geschäfte mit Staaten im Nahen Osten sehe er keine Gefahr. Die Naturkatastrophe in Japan habe ebenfalls keine negativen Auswirkungen auf den Konzern. Nach eingehender Prüfung der Lieferkette sei festgestellt worden, dass Rheinmetall zu 100 Prozent lieferfähig sei. Die Kunden hätten beim Abruf von Zulieferteilen keine Veränderungen vorgenommen. Rheinmetall habe in Japan vor allem Geschäftsbeziehungen zum japanischen Hersteller Mazda. Der Standort liege jedoch mehr als 1.000 Kilometer vom Epizentrum entfernt./dct/fn

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