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Winterthur (awp/sda) - Die Aufteilung des Rieter-Konzerns ist perfekt. Mit 98,96% der Stimmen gaben die Aktionäre an der Generalversammlung (GV) vom Mittwoch in Winterthur grünes Licht für den Plan, dem vor allem strategische Gedanken zugrundeliegen.
Aus der bisherigen Rieter-Autosparte, die den grossen Herstellern Lärm- und Hitzeschutzdämmungen liefert, wird unter der Bezeichnung Autoneum ein eigenes Unternehmen. Der Textilmaschinenbau behält den über 200 Jahre alten Traditionsnamen Rieter.
Rieter und Autoneum, die beide in Winterthur beheimatet sein werden, sollen am 13. Mai separat an die Börse gehen. Für Erwin Stoller, den Verwaltungsratspräsidenten und operativen Chef, ist der Schritt eine der tiefgreifendsten Veränderung in der langen Geschichte Rieters, wie er am Mittwoch an der GV sagte.
Als eigenständige Unternehmen könnten Rieter und Autoneum besser wachsen als unter einem gemeinsamen Konzerndach, sagte Stoller. Schon seit Jahren seien beide Sparten als weitergehend eigenständige Einheiten geführt worden. Die Aufteilung sei davon die "logische Folge", sagte der Firmenlenker, der die Führung der neuen Rieter-Gruppe übernehmen wird.
Die Aktien der heutigen Rieter-Autosparte werden gemäss GV-Beschluss an die bestehenden Aktionäre verteilt. Für jede Aktie, die ein Anteilseigner derzeit für den Rieter-Konzern hält, bekommt er eine Namenaktie der neuen Autoneum mit einem Nennwert von 5 Rappen und einem Buchwert von 69,57 CHF.
Der Plan zur Aufteilung des Rieter-Konzerns, der ohne Stellenabbau über die Bühne gehen soll, war am 22. März bekannt gegeben worden und hatte bereits damals die Unterstützung der Grossaktionäre Peter Spuhler und Michael Pieper. Die beiden Industriellen finanzieren zudem den Start von Autoneum durch ein Darlehen von je 12,5 Mio CHF mit.
Spuhler und Pieper, die heute im Rieter-Verwaltungsrat sitzen, werden auch in beiden neuen Unternehmen als Verwaltungsräte fungieren. Sie haben sich zudem verpflichtet, ihre Autoneum-Aktien für eine bestimmte Dauer nicht zu verkaufen.
cc

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