Rochat-Moser verzichtet auf Sydney 2000

Franziska Rochat-Moser und ihr Trainer Peter Umberg. Keystone

Franziska Rochat-Moser ist die Rückkehr ins Wettkampfgeschehen missglückt. An den Schweizer Meisterschaften über 10'000 m in Delsberg musste die 34-jährige nach vier Kilometern aufgeben. Danach gab sie den Verzicht auf die Olympischen Spiele bekannt.

Dieser Inhalt wurde am 20. August 2000 - 14:32 publiziert

Rochat-Moser war ohnehin nur unter Vorbehalt für Sydney selektioniert gewesen. "Es hat keinen Sinn", sagte die Läuferin des ST Bern. Der Traum von Olympia sei ausgeträumt. Ob dies der definitve Rücktritt vom Wettkampfsport bedeutet, liess Rochat-Moser offen. "So möchte ich meine Karriere nicht beenden."

Aus Verbandssicht wollte man die emotionale Stellungnahme der besten Schweizer Marathonläuferin allerdings noch nicht als endgültige Absage werten. "Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, die Türen noch nicht zugeschlagen", sagte der Technische Direktor Peter Schläpfer. Die Meisterschaften in Delsberg seien ja nur ein Test gewesen. Noch habe Rochat-Moser zwei Wochen Zeit.

Die Fürsprecherin aus Crissier ist die erfolgreichste Schweizer Marathonläuferin. In 2:25:51 hält sie die Schweizer Bestleistung, aufgestellt mit Rang 2 am Boston Marathon im April 1999. Ins internationale Rampenlicht gelangte die Läuferin von Richard Umberg 1997 mit dem Sieg am New York Marathon.

Rochat-Moser hatte sich in den letzten Jahren oft mit Verletzungen herumgeschlagen. Bereits 1999 musste sie wegen Magenproblemen auf die WM in Sevilla verzichten. Nach einem Halbmarathon in Lissabon am 26. März 2000 (1:12:29) verhinderte eine Knochenhautentzündung im linken Oberschenkel ein gezieltes Lauftraining.

Titel an Amann und Dällenbach

Die Schweizer Meistertitel gingen an Oliver Amann (SC Liestal) in 29:50,28 und Chantal Dällenbach (CA Fribourg) in 34:52,37. Das Rennen der Männer gewann zwar Tesfaye Eticha von Stade Genève. Der Äthiopier ist aber noch nicht titelberechtigt. Vorjahressieger Geoffrey Tanui (TVU Zürich) blieb dem Rennen trotz Anmeldung fern.

Die Titelverteidigung gelang hingegen der 38-jährigen Dällenbach. Sie ging das Rennen zusammen mit Rochat-Moser sehr schnell an (1. km in 3:12) und distanzierte Maya Neuenschwander (ST Bern) um 48 Sekunden.

swissinfo und Agenturen

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