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(Meldung wurde ausgebaut)
Basel (awp/sda) - Wegen der gekürzten Gesundheitsbudgets vor allem in den USA und in Europa sowie Rückschlägen bei der Zulassung von Medikamenten greift der Basler Pharma- und Diagnostikkonzern Roche zum Rotstift. Wieviele Stellen er streicht, gibt er bis Ende Jahr bekannt.
Die Kostenträger im Gesundheitswesen investierten ihre knapper werdenden Ressourcen vermehrt in Therapien und Diagnosemethoden mit dem grössten medizinischen Nutzen, begründet Roche am Freitag die Initiative. Der Kostendruck habe zur Folge, dass der Konzern die Prozesse zur Anpassung der Kostenstruktur und zur Produktivitätsverbesserung beschleunigen müsse.
Die Initiative "Operational Excellence" sei indessen nicht nur eine Kostensenkungsmassnahme, teilte Roche weiter mit. Es gehe auch darum, die richtigen Prioritäten zu setzen.
Alle Unternehmenseinheiten von Roche überprüfen nun in den kommenden Monaten ihre Strukturen und Prozesse. Zu internen Vorgaben für diese Analyse wollte Konzernsprecher Alexander Klauser auf Anfrage keine Angaben machen.
Die aus dieser Analyse folgenden Massnahmen sollen 2011 und 2012 umgesetzt werden. Wie das konkret aussieht und welche Auswirkungen es auf den Stellenbestand hat, will Roche vor Ende des laufenden Jahres bekannt geben.
Wie das Communiqué Konzernchef Severin Schwan zitiert, startet Roche die Initiative aus einer Position der Stärke. Anders als bei vielen Konkurrenten liefen bei Roche nur wenige Patente ab. Zudem verfüge das Unternehmen trotz Rückschlägen in den vergangenen Monaten über eine starke Pipeline in Forschung und Entwicklung.
Die Ressourcen würden auf Investitionen in Innovationen fokussiert, die dem langfristigen Erfolg dienen. Den Ausblick für das Gesamtjahr 2010 bestätigte Schwan.
Roche musste jüngst einige Rückschläge bei der Zulassung von Medikamenten hinnehmen, was sich auf den Börsenkurs der Firma durchschlug.
So empfahl in den USA der Beratungssausschusses der Nahrungs- und Medikamentenaufsicht FDA, die Zulassung von Avastin zur Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs zurückzuziehen. Falls die FDA der Empfehlung bis am 17. September folgt, droht Roche ein Umsatzverlust von 600 Mio.
Einen weiteren Rückschlag musste Roche in Grossbritannien hinnehmen. Die britische Gesundheitsbehörde NICE hat Avastin zur Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs weiterhin als zu teuer abgelehnt - trotz eines neuen Preisvorschlags von Seiten des Pharmakonzerns. Der Entscheid ist anfechtbar.
Avastin ist der Umsatzrenner bei Roche. Das Krebsmedikament brachte es im ersten Semester auf 3,4 Mrd CHF. Auf die Onkologie entfielen in den ersten sechs Monaten 57% des Pharmaumsatzes von 19,4 Mrd CHF. Der Gesamtumsatz stieg um 3% auf 24,6 Mrd CHF.
Ihren Konzerngewinn konnten die Basler im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahressemester um satte 37% auf 5,6 Mrd CHF steigern. Das Unternehmen beschäftigt in der Schweiz rund 10'000 Angestellte. Weltweit sind es 80'000.
mk

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