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Roger Federer holt zum Basler Doppelschlag aus

Schafft Roger Federer an seinem Heim-Turnier den Sprung an die Spitze des ATP-Rankings?

(Keystone)

Der Schweizer Wimbledon-Sieger peilt an den Swiss Indoors in Basel den Sieg an, und will damit endlich "sein" Turnier gewinnen.

Gleichzeitig ist die ATP-Spitzenposition im Herrentennis sein Ziel.

Der Prophet gilt nichts im eigenen Land, sagt der Volksmund. Nachdem Roger Federer bisher zweimal im Finale "seines" Turniers gescheitert ist – 2000 gegen den Schweden Thomas Enqvist und 2001 gegen den Briten Tim Henman –, will er dieses Sprichwort an den Swiss Indoors von Basel jetzt Lügen strafen.

Nach seinem Sieg im Tennis-Mekka in Wimbledon und dem jüngsten Turniergewinn in Wien von Anfang Monat ist der Basler stärker denn je. In der St. Jakobshalle will die Weltnummer 3 im Herren-Circuit deshalb zum Doppelschlag ausholen. Die erste Partie bestreitet Federer am Dienstag.

Erster Schweizer Sieg seit 12 Jahren?

Erstens will er sich am Rhein in die Siegerliste eintragen, nachdem das zum letzten Mal Jakob Hlasek vor 12 Jahren gelungen war. Zweitens will dorthin, wohin es jeden Tennisprofi zieht: An die Spitze der ATP-Rangliste (Association of Tennis Professionals).

Einfach wird es für das Basler Tennis-Ass trotz Heimvorteils keineswegs werden. Denn Federer bekommt es am Rhein gleich mit beiden vor ihm Klassierten zu tun, mit dem Spanier Juan Carlos Ferrero als Nummer 1 und dem Amerikaner Andy Roddick, der aktuellen Nummer 2 des Rankings.

Alles am Rhein, was Rang und Namen hat

"Es ist eine Riesenchance, die drei Weltbesten in Basel zu haben", freut sich Roger Brennwald, der Boss und Gründer des Basler Turniers, gegenüber swissinfo.

"Und dass einer von ihnen – Roger Federer – Schweizer ist, Basler gar, und früher einmal an diesem Turnier die Bälle aufgelesen hat, ist ganz ausserordentlich und einmalig in der Geschichte des Schweizer Tennis", so Brennwald weiter.

Abgesehen von den drei momentan weltbesten Profis treten noch neun weitere Player aus den Top 20 in der St. Jakobshalle an.

Der grösste Sportanlass der Schweiz

Brennwald und seinem Team ist es im Verlauf der Jahre gelungen, aus dem Turnier in Basel einen der bedeutendsten Events im Hallentennis der Männer zu machen. Und das, obwohl er terminlich eher ungünstig zwischen den Masters-Series-Turnieren von Madrid und Paris Bercy eingeklemmt ist.

Mittlerweile liegen die Swiss Indoors in der Turnier-Hierarchie der ATP aber direkt hinter den vier "Grossen" des Grand Slam und den neun offiziellen Turnieren der ATP-Masters-Series.

Mit einem Budget von zwölf Millionen Schweizer Franken und einem Preisgeld von 1,5 Millionen sind die Basler Swiss Indoors zudem der grösste Sportevent der Schweiz.

Björn Borg oder wie alles anfing

Tennis-Legenden wie Björn Borg, Guillermo Vilas, Yvan Lendl, Yannick Noah, Stefan Edberg, Jim Courier, John McEnroe, Boris Becker und Pete Sampras trugen mit ihren Auftritten das ihre zur starken Position der Swiss Indoors bei.

"Ich hätte nie gedacht, dass wir eines Tages diese Aura haben werden, die uns jetzt umgibt", sagt Roger Brennwald. "Und das verdanken wir niemand anderem als Björn Borg."

Als jungem Gründer und Direktor des Turniers war es Brennwald vor vielen Jahren gelungen, den schwedischen Champion, damals das grösste Idol der Tenniswelt, nach Basel zu lotsen.

"Das Treffen mit Borg werde ich nie vergessen", erinnert sich Brennwald. "Es fand in der Garderobe des Turniers Roland-Garros in Paris statt, und Borg, der von meinem jugendlichen Alter beeindruckt war, nahm meine Offerte umgehend an. Dass er viermal hintereinander zu uns kam, hat uns endgültig bekannt gemacht."

Heute sind die Swiss Indoors in Basel nicht nur bekannt, sondern berühmt. So berühmt, dass die Besten der Besten auf ihrer Tour rund um die Welt die Station am Rhein nicht mehr auslassen können.

swissinfo, Mathias Froidevaux
(Übertragung aus dem Französischen: Charlotte Egger)

Fakten

Die 34. Swiss Indoors finden vom 18. bis 26. Oktober in der St. Jakobshalle in Basel statt.
Mit einem Budget von 12 Mio. Fr. (Preisgeld: 1,5 Mio.) ist das der wichtigste Sportanlass der Schweiz.
Es ist eines der bedeutendsten Hallenturniere der Welt.
Erwartet werden 65'000 Zuschauerinnen und Zuschauer.

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In Kürze

Gewonnen haben in Basel Legenden wie Björn Borg, Yvan Lendl, Yannick Noah, John McEnroe, Boris Becker und Pete Sampras.

Wimbledon-Sieger Federer ist an "seinem Turnier" bisher zweimal gescheitert.

Michel Burgener (1972) und Jakob Hlasek (1991) sind bisher die einzigen Schweizer Gewinner in Basel.

Letztes Jahr verlor Federer in Basel das Halbfinale gegen seinen Angstgegner David Nalbandian.

Federer ist bereits für den Masters-Series-Cup in Houston Ende Jahr qualifiziert.

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