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LONDON (awp international) - Die rasant steigenden Rohstoffpreise haben im vergangenen Jahr auch die Gewinne des britischen Bergbaukonzerns Anglo American angetrieben. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen nach eigenen Angaben vom Freitag 6,5 Milliarden US-Dollar, 170 Prozent mehr als im Krisenjahr 2009. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich. Der Umsatz stieg um 34 Prozent auf 32,9 Milliarden Dollar. In den vergangenen Tagen hatten die Konkurrenten Rio Tinto und BHP Billiton Rekordgewinne gemeldet.
Für die weitere Entwicklung zeigte sich Anglo American zuversichtlich. Die Aussichten blieben trotz einiger Unsicherheiten dank des "robusten" Wachstums in Schwellenländern wie China und Indien "extrem positiv". In den Industrieländern rechnet der Konzern mit einer anhaltenden Erholung.
DIVIDENDE BEI 65 CENT - KURS SINKT
Für die Aktionäre gibt es wieder eine Dividende. Insgesamt schüttet des Konzern für das vergangenen Jahr 65 US-Cent je Aktie aus, 25 Cent davon waren bereits nach der ersten Jahreshälfte ausgezahlt worden. Analysten hatten hier etwas mehr erhofft, daher drehte die Aktie nach anfänglichen Gewinnen bis zum Mittag um knapp 2,5 Prozent ins Minus. Im Krisenjahr 2009 hatte das Unternehmen auf eine Dividende verzichtet. Anglo American ist ein sehr breit aufgestellter Bergbaukonzern: Das Unternehmen fördert etwa Kohle, Platin, Eisenmetalle und Gold. Beim Diamantenförderer De Beers ist Anglo American Grossaktionär.
Seine Verbindlichkeiten drückte Anglo American im vergangenen Jahr um fast 4 Milliarden auf 7,4 Milliarden Dollar. Der Schuldenabbau war damit aber bei weitem nicht so beeindruckend wie etwa beim Konkurrenten Rio Tinto, der in den vergangenen beiden Jahren seine Schulden um 35 Milliarden auf unter 5 Milliarden drückte. Grund für die langsamere Entwicklung bei Anglo American ist das grosse Investitionsprogramm. In den kommenden zehn Jahren will der Konzern 70 Milliarden Dollar in neue Förderprojekte stecken, allein 16 Milliarden davon in den nächsten drei Jahren.
LÖSUNG FÜR BAUSTOFFGESCHÄFT IN GROssBRITANNIEN
Eine Lösung hat der Rohstoffkonzern endlich für sein ungeliebtes Baustoffgeschäft in Grossbritannien gefunden. Anglo American bringt seine Firma Tarmarc UK es in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem französischen Zementhersteller Lafarge ein. Langfristig bleibe es das Ziel, sich von diesem Geschäft ganz zu trennen, sagte Vorstandschefin Cynthia Carroll.
Das Gemeinschaftsunternehmen, an dem beide Gesellschaften jeweils die Hälfte der Anteile halten werden, kommt auf ein Umsatzvolumen von 1,8 Milliarden Pfund (2,1 Mrd Euro). Im vergangenen Jahr erwirtschaften die beiden Geschäftsteile zusammen einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 210 Millionen Pfund. Die Synergien sollen sich auf 60 Millionen Pfund belaufen. Wettbewerbsbehörden müssen noch zustimmen./enl/alg/tw

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