Roth sieht sich bestätigt

Jean Pierre Roth, Präsident des Direktoriums der Schweizer Nationalbank. Keystone

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) sieht sich - gemäss Präsident Roth -in ihren Prognosen bestätigt. Im Dezember hatte die SNB für das Jahr 2001 ein Wachstum von zwei Prozent vorausgesagt. Die Prognosen lauten immer noch gleich.

Dieser Inhalt wurde am 18. März 2001 - 11:13 publiziert

"Grosso modo entspricht das Bild den Erwartungen, und wir liegen mit unserer Geldpolitik richtig", sagte SNB-Präsident Jean-Pierre Roth in einem Interview mit der SonntagsZeitung.

Zwei Prozent entspreche ungefähr dem Potenzialwachstum der Schweizer Wirtschaft. Bei einem ausgetrockneten Arbeitsmarkt sei es zudem nicht möglich, mit fünf Prozent zu wachsen.

Eigene Zinspolitk

In den USA sei die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinssenkung "sicher hoch". Die SNB operiere aber nicht im Windschatten der US-Notenbank Fed. "Wir müssen unsere Zinspolitik auf die Bedürfnisse der Schweizer Wirtschaft ausrichten, und die ist in einer anderen Situation als die amerikanische", sagte Roth weiter.

Unsichere Lage der Weltwirtschaft

Die weltwirtschaftliche Lage schätzt der SNB-Präsident unsicherer ein als noch vor einem Jahr. Es sei nicht klar, ob das Wachstum in den USA noch weiter zurück gehe oder wieder langsam steige. "In Japan haben wir eine sehr schwierige Situation, und das macht uns Sorgen. In Europa anderseits sind die Wachstumsaussichten gut", sagte Roth weiter.

Es gebe zudem Hoffnungen, dass Europa vom Abschwung in den USA nicht stark tangiert werde.

swissinfo und Agenturen

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