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LUXEMBURG (awp international) - Werbekrise adé: Europas grösster Unterhaltungskonzern RTL Group hat im ersten Halbjahr so viel verdient wie noch nie. Das gab Geschäftsführer Gerhard Zeiler am Mittwoch bekannt. Von Januar bis Juni 2010 steigerte die Gruppe mit Sitz in Luxemburg ihren Vorsteuergewinn (EBITA) um 46 Prozent auf 537 Millionen Euro. Das Nachsteuerergebnis sprang auf 308 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum war die RTL Group wegen hoher Abschreibungen noch tief in die roten Zahlen geraten (-62 Millionen Euro).
Der Umsatz wuchs um 7,5 Prozent auf 2,66 Milliarden Euro. Auch im Gesamtjahr erwartet Zeiler deutlich bessere Ergebnisse. Allerdings sei das Vorweihnachtsgeschäft im vierten Quartal bisher noch schwer abzuschätzen. "Die TV-Märkte in Westeuropa sind deutlich stärker zurückgekommen als noch zu Jahresbeginn erwartet wurde", sagte Zeiler. "Dies ist einerseits auf die allgemeine wirtschaftliche Erholung zurückzuführen, zeigt aber zudem auch die besondere Stärke des Fernsehens." Zahlreiche Kunden mit grossen Marken hätten den Wert der TV-Werbung wiederentdeckt, erläuterte der Geschäftsführer.
Der deutsche Markt war einer wichtigsten Gewinnbringer. Das Vorsteuerergebnis aller Deutschland-Aktivitäten kletterte steil um 63 Prozent auf 257 Millionen Euro. Besonders die Fernseh-Werbeumsätze hiesiger RTL-Sender legten zu, sie stiegen um 11,4 Prozent. Insgesamt wuchs das Deutschland-Geschäft der Gruppe - dazu zählt etwa auch der Spielfilmverwerter Universum - um 5 Prozent auf 864 Millionen Euro.
Zugleich setzte RTL als Konsequenz der Werbekrise in der ersten Jahreshälfte 2009 ein grosses Sparkonzept um. Programmkosten wurden gesenkt. Die Planer investierten gezielt in die Nachmittagsschiene und in das Abendprogramm vor allem des Flaggschiffs RTL Television. Im Spätprogramm der RTL-Sender wurden dagegen mehr Serienklassiker wie "Columbo" wiederholt. Die aufwendige Dschungelshow "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" legte 2010 eine Pause ein, kommt 2011 aber wieder neu. Die Strategie der Programmplaner traf den Nerv des Publikums.
Trotz gesunkener Kosten bauten die deutschen Töchter RTL, RTL II, Super RTL, Vox und n-tv den Abstand zum Konkurrenten ProSiebenSat1 in diesem Jahr nach Marktanteilen auf 5,2 Prozentpunkte in der Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer aus. Allerdings verkaufte die ProSieben-Gruppe ihren Nachrichtensender N24 im Frühsommer.
Im Juli hatte die RTL Group den britischen Sender Five an den Verleger Richard Desmond verkauft und damit nach hohen Abschreibungen einen Schlussstrich gezogen. Zur Gruppe mit Sitz in Luxemburg gehören europaweit mehr als 40 Fernsehsender und über 30 Radiostationen. Sie ist zu rund 90 Prozent im Besitz des Medienkonzerns Bertelsmann ./bok/DP/stb

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