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Rudolf Strahm wird neuer Preisüberwacher

Rudolf Strahm - der neue Preisüberwacher.

(Keystone Archive)

Der 60-jährige sozial-demokratische Nationalrat tritt sein Amt am 1. August an. Strahm wird der 6. Preisüberwacher der Schweiz.

Er tritt die Nachfolge an von Werner Marti, der nach acht Jahren zurücktritt.

Mit der Wahl von Rudolf Strahm hat der Bundesrat den Antrag von Volkswirtschaftsminister Joseph Deiss gutgeheissen. Wegen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Landesregierung zur Weiterführung der Preisüberwachung war die Wahl vor einer Woche vertagt worden.

Stattdessen wollte ein Teil der Regierung die Preisüberwachung in die Wettbewerbskommission (Weko) integrieren. Dieses Szenario ist auch nach der Wahl von Rudolf Strahm nicht vom Tisch.

Der Bundesrat beauftragte das Volkswirtschaftsdepartement (EVD), bis Ende 2004 einen Antrag über eine allfällige Eingliederung in die Weko vorzulegen.

Ein populäres Amt

Seit Jahren fordern bürgerliche Politiker und der Wirtschafts-Dachverband economiesuisse die Abschaffung des Preisüberwachers. Sie argumentieren, einzig ein funktionierender Markt führe zu mehr Wettbewerb und damit zu tieferen Preisen.

Der Preisüberwacher – ein Unikum in Europa – ist in der Schweiz populär und in der Verfassung verankert.

Der 60-jährige Rudolf Strahm gehört dem wettbewerbsfreundlichen Reformflügel der Sozialdemokratischen Partei an und ist seit 1991 Nationalrat. Mitte Jahr wird er auf eigenen Wunsch von diesem Amt zurücktreten.

Seit 13 Jahren ist Strahm Präsident des Deutschschweizerischen Mieterinnen- und Mieterverbandes. Auch dieses Amt wird er aufgeben.

Volkswirtschaftliche Kompetenz gab den Ausschlag

Strahm ist diplomierter Chemiker und studierte nach zwei Jahren Tätigkeit bei der Basler Chemischen Industrie in Bern Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft. Derzeit ist er Mitinhaber einer Beratungsfirma für Ökonomie und Ökologie. Zudem ist Strahm Autor zahlreicher Bücher zur Wirtschaftspolitik.

29 Bewerbungen für den Posten des Preisüberwachers waren beim EVD eingegangen. Den Ausschlag für Rudolf Strahm habe seine volkswirtschaftliche Kompetenz, seine Kenntnisse in der Wettbewerbspolitik und seine politische Erfahrung gebeben, heisst es in der Mitteilung des EVD.

swissinfo und Agenturen

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