Rund 580 Millionen Franken zur Bewältigung der Orkanschäden

Der Bund stellt zur Bewältigung der Waldschäden, die der Orkan "Lothar" am 26. Dezember angerichtet hat, 483 Millionen Franken zur Verfügung. Dazu kommen rund 100 Millionen in anderen Bereichen. Das Paket muss noch vom Parlament gebilligt werden.

Dieser Inhalt wurde am 16. Februar 2000 - 14:24 publiziert

Der Bundesrat beantragt dem Parlament insgesamt 573 Millionen Franken zur Behebung der Schäden durch den Orkan "Lothar". Davon werden in einer separaten Botschaft 483 Millionen Franken für den Wald eingesetzt, wie Bundesrat Moritz Leuenberger am Mittwoch (16.02.) vor den Medien sagte.

Die intakten Bestände sollen vor Folgeschäden geschützt, die zerstörten Wälder aufgeräumt und wieder aufgeforstet werden. Weiter soll ein Zusammenbruch des Holzmarktes verhindert werden.

Weitere Beiträge von rund 90 Millionen Franken sollen zu einem späteren Zeitpunkt vor allem zur Instandstellung von Verkehrswegen eingesetzt werden. Beide Räte werden in der Märzsession die Massnahmen zur Behebung der Waldschäden beraten.

Wo der Borkenkäfer sich auszubreiten droht oder wenn ein Schutzwald seine Funktion nicht mehr erfüllen kann und Menschen und Sachwerte gefährdet sind, soll das Holz aus dem Wald geholt werden. Dies dürfte bei etwa zwei Dritteln des vom Sturm geschlagenen Holzes der Fall sein.

Der zerstörte Wald soll wieder aufgebaut und verjüngt werden. Ebenso soll die Wiederherstellung von Waldstrassen und die Errichtung temporärer Schutzbauten subventioniert werden.

Nicht nachgekommen ist der Bundesrat den Forderungen der privaten Waldbesitzer, ebenfalls berücksichtigt zu werden. Hier genüge der Elementarschadenfonds, sagte Leuenberger. Man habe das Hilfspaket bewusst eng gehalten.

Sturmholzzentralen für die Vermarktung

Als zweiten Schwerpunkt sieht die Botschaft die Förderung des Holzabsatzes vor. Das Holz soll mit regionalen Sturmholzzentralen optimal vermarktet werden.

Langfristrig soll Holz als ökologischer Rohstoff bessere Marktchancen erhalten. Dazu soll auch das Programm Holz 2000 mit Beiträgen für die Grundlagenforschung und die Nasslagerung ausgebaut werden.

4,5 Millionen Franken für Hochstamm-Obstbäume

Mit weiteren rund 100 Millionen Franken will der Bund gemäss Leuenberger in anderen Bereichen an die Bewältigung der Sturmschäden beitragen. Dies betrifft insbesondere die Behebung von Schäden an Eisenbahnen, Luftseilbahnen, Schiffen und Strassen.

Für diesen Bereich liegt jedoch noch keine Botschaft vor. Lediglich als Entschädigung für entwurzelte Hochstamm-Feldobstbäume hat der Bundesrat am Mittwoch 4,5 Millionen Franken bereit gestellt.

Das Hilfspaket folgt weitestgehend den Vorschlägen des Führungsstabs Lothar, den der Bundesrat im Januar eingesetzt hatte. Von den 483 Millionen Franken werden 105 Millionen über Einsparungen und Budgetumlagerungen finanziert. In der Frühjahrssession im März werden National- und Ständerat über das Paket beraten.

SRI und Agenturen

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