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ESSEN (awp international) - Der Energiekonzern RWE baut seine Investitionen in Biomasse aus und will im US-Bundesstaat Georgia das grösste Holzpellet-Werk der Welt bauen. Die Anlage mit einer Gesamtkapazität von 750.000 Tonnen soll im Juni 2011 in Betrieb gehen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Mit Schiffen sollen die CO2-neutralen Brennstoffe nach Europa gebracht werden, wo sie dann in Biomasseanlagen sowie bei der kombinierten Verfeuerung in Kohlekraftwerken eingesetzt werden. Das gesamte Investitionsvolumen bezifferte RWE auf 120 Millionen Euro.
Die Entscheidung für Georgia begründete RWE damit, dass die Wälder dort genug Holz für eine langfristige Pelletproduktion bieten. "Im Gegensatz zu Europa gibt es in den USA einen gewaltigen Überschuss an Holz", sagte RWE-Strategievorstand Leonhard Birnbaum. Das gelte besonders für die Region Georgia, wo Besitzer kommerziell genutzter Wälder unter dem Einbruch der dortigen Papier- und Zellstoffindustrie leiden. RWE betonte, dass zudem die klimatischen Bedingungen in dem Bundesstaat ein schnelleres Wachstum der Bäume als in Europa ermöglichten.
TRANSPORT IST KEIN PROBLEM
RWE misst Biomasse grosse Bedeutung für die künftige Energieversorgung bei. "Ohne Biomasse werden wir die CO2-Minderungsziele nicht erreichen", sagte Strategievorstand Leonhard Birnbaum. Den Bedarf werde der europäische Holzmarkt allein nicht decken können. Der Transport der Pellets sei kein Problem. Die Branche sei es gewohnt, Brennstoffe aus noch grösserer Entfernung heranzuschaffen. Die Emissionen beim Schiffstransport seien vergleichsweise gering.
Der Konzern wolle die gesamte Wertschöpfungskette bei der Pellet-Produktion kontrollieren, sagte Birnbaum. Ziel sei es, die Leistungsfähigkeit der Pellets immer weiter zu erhöhen. Langfristig hält es der Konzern für möglich, die Holzschnitzel so zu verarbeiten, dass Pellets die gleiche Energiedichte wie Steinkohle bekommen. Den Kauf von Wäldern schloss der RWE aus.
KEIN STRATEGIESCHWENK
Einen Strategieschwenk bei der Erneuerbare-Energien-Tochter RWE Innogy schloss das Unternehmen aus und will sich weiter auf Europa konzentrieren. Solange die USA nicht am CO2-Zertifikate-Handel teilnähmen, seien keine Investitionen in die dortige Energieerzeugung geplant. Der Konzern hatte sich erst im vergangenen Jahr komplett vom Wasserunternehmen American Water getrennt.
nl/stw

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