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DUBLIN (awp international) - Europas grösster Billigflieger Ryanair ist im dritten Geschäftsquartal wegen des heftigen Winters erneut in die Verlustzone geflogen. Schnee und Eis hatten im Dezember in ganz Europa zu Flugausfällen geführt. Die angehobenen Ticketpreise halfen Ryanair nur begrenzt: Von Oktober bis Dezember flog die Gesellschaft einen Verlust von 10,3 Millionen Euro ein nach 10,9 Millionen ein Jahr zuvor.
Analysten hatten allerdings mit einem noch grösseren Minus gerechnet. Zudem peilt Ryanair auf einen Jahresgewinn von fast 400 Millionen Euro an. Die Aktie legte an der Londoner Börse bis zur Mittagszeit um 1,65 Prozent auf 3,69 Euro zu.
Trotz der Flugausfälle steigerte Ryanair den Umsatz deutlich. Im dritten Geschäftsquartal kletterten die Erlöse um 22 Prozent auf 746 Millionen Euro. Dabei profitierte die Fluggesellschaft von steigenden Passagierzahlen und höheren Ticketpreisen. Im Schnitt kostete ein Ryanair-Ticket den Angaben zufolge 34 Euro, das sind 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Firmenchef Michael O'Leary zeigte sich mit den Resultaten nicht zufrieden: "Dieser kleine Quartalsverlust ist enttäuschend, da wir auf dem Weg waren, die Gewinnschwelle zu erreichen." Dem Manager zufolge musste Ryanair in den zurückliegenden Monaten mehr als 3.000 Flüge streichen und damit mehr als doppelt soviel wie vor einem Jahr.
O'Leary warf den Flughäfen vor, auf den Schnee nicht ausreichend vorbereitet gewesen zu sein. Die EU-Regulierungen, die vorsehen, dass die Airlines in solchen Fällen auf den Kosten sitzen bleiben, müssten geändert werden, sagte O'Leary. "Es kann nicht sein, dass die Flughäfen ihre Startbahnen schliessen und dann noch von den gestiegenen Umsätzen in ihren Shops und Cafés mit gestrandeten Passagieren profitieren."
Für das gerade angelaufene vierte Quartal und das Gesamtjahr zeigte sich der Manager dennoch optimistisch. Im gesamten Geschäftsjahr bis Ende März will Ryanair einen Nettogewinn von 380 bis 400 Millionen Euro erwirtschaften. "Wir sind derzeit optimistisch, dass Ryanair das obere Ende dieser Spanne erreichen wird", sagte O'Leary./stw/she/dm/tw

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