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MÜNCHEN (awp international) - Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair steuert nach Ansicht ihres Chefs beim Wachstum auf das Normalniveau der Branche zu. "Wir haben mit 20 Prozent angefangen, dann 15, letztes Jahr waren es 11 und dieses Jahr vielleicht 9 Prozent", sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary der "Süddeutschen Zeitung" (Montag). In den nächsten zwei Jahren würden die Zuwächse auf sieben bis fünf Prozent zurückgehen. Danach seien drei bis fünf Prozent realistisch - je nachdem, ob das Unternehmen an neue Flugzeuge komme oder nicht.
Die deutsche Ticketsteuer betrachtet O'Leary als eine vorübergehende Erscheinung. "Es ist einfach nur eine einfache Methode, den Leuten noch mehr Geld zu klauen", sagte er. "Die Abgabe wird über kurz oder lang wieder abgeschafft." Die Auswirkungen der Steuer bei Ryanair hielten sich bislang in Grenzen. Erst im Sommer werde es einen grossen Rückgang im Flugplan geben. Bislang habe die Gesellschaft die Preise gesenkt und den Steuerbetrag von acht Euro für den Passagier auf diese Weise "auf dem Tisch liegen lassen".
Neue Flugzeuge würde Boeing-Kunde O'Leary auch in Russland oder China bestellen, wenn die dortigen Hersteller taugliche Modelle zu verlässlichen Terminen liefern könnten. Ryanair habe mit dem russischen Hersteller UAC und der chinesischen Comcac gesprochen, die beide in wenigen Jahren mit eigenen Modellen den Platzhirschen Boeing und Airbus Konkurrenz machen wollen. Überzeugt ist Leary jedoch noch nicht: "Im Moment sind das nur schöne Broschüren. Bis zum echten Flugzeug ist es ein langer Weg."
Die Ryanair-Flotte umfasst inzwischen 280 Flugzeuge. Der Versuch der Billigfluggesellschaft, die ehemalige Staatslinie Aer Lingus zu übernehmen, war an den europäischen Wettbewerbshütern gescheitert. Dennoch erwartet der Manager, dass der Fusionsreigen in Europa weitergeht. Auch die zweitgrösste deutsche Fluggesellschaft Air Berlin wird nach O'Learys Einschätzung nicht dauerhaft eigenständig bleiben: "Es ist nur die Frage, wer sie wann kaufen wird. Sie werden es weiterhin schwer haben, aber am Ende wird sie wohl Lufthansa kaufen müssen, freiwillig oder nicht."
Sinkende Wachstumsraten sieht der Manager, der für seine markigen Sprüche bekannt ist, auch als den Countdown für seine Zeit an der Ryanair-Spitze. "Wenn die Airline langsam abbremst auf drei, vier oder fünf Prozent Wachstum pro Jahr und Ryanair zusammen mit Lufthansa, BA (British Airways) und Air France-KLM eine der vier grossen europäischen Airlines ist, ist ein anderer Stil nötig als der, den ich in den vergangenen 20 Jahren verfolgt habe."/stw/she/tw

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