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TOKIO/FRANKFURT (awp international) - Die US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat eine weitere Herabstufung der Kreditwürdigkeit Japans in Aussicht gestellt. Sollte sich die Lage der öffentlichen Finanzen in den nächsten zwei Jahren weiter eintrüben, sei ein solcher Schritt möglich, teilte die Agentur am Mittwoch mit. Der Zeitraum ist in etwa der gleiche wie im Fall der USA, denen S&P Mitte April den Entzug ihrer Top-Bonität androhte. Japan verfügt derzeit mit "AA-" über die vierthöchste Ratingnote. Zuletzt hatte S&P das Rating Anfang 2010 um eine Note gesenkt. Grund war seinerzeit die sehr hohe Staatsverschuldung Japans.
Der Ausblick für die Bonität Japans sinkt nun von stabil auf negativ. S&P begründet den Schritt in erster Linie mit den hohen Kosten wegen der schweren Natur- und Atomkatastrophe von Anfang März. Die Agentur schätzt die Wiederaufbaukosten auf 20 bis 50 Billionen Yen. Im Basisszenario sieht S&P die Kosten bei 30 Billionen Yen (ca. 250 Milliarden Euro).
YEN MIT NUR LEICHTEN KURSVERLUSTEN
Sollte Japan nicht zusätzliche Staatseinnahmen generieren können, dürften die Kosten zu einem weiteren Anstieg der ohnehin hohen öffentlichen Defizite führen und bis Ende 2014 über der Marke von acht Prozent liegen, so S&P. Gleichwohl werde die Katastrophe nicht die mittelfristigen Wachstumsperspektiven Japans schmälern.
Gestützt werde die Bonität Japans derzeit von der hohen Vermögensposition im Ausland, dem robusten Finanzsystem und der wettbewerbsfähigen Wirtschaft des Landes. Zudem verweist die Agentur auf die heimische Währung Yen und deren Funktion als internationale Reservewährung. Der Yen reagierte auf die Ratingaktion zwar mit Kursverlusten, die sich aber in Grenzen hielten./bgf/tw

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