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Sabena: Ausgang der Verhandlungen noch offen

(swissinfo.ch)

Am Donnerstagabend (08.02.) entscheidet sich die Zukunft der belgischen Fluggesellschaft Sabena, die von der SairGroup kontrolliert wird. Seit 17 Uhr verhandeln die SAir und der belgische Staat, ob ein Sanierungsprogramm verordnet wird.

Momentan wird eifrig verhandelt. Ohne Zustimmung der Gewerkschaften will die SAir keine weiteren Gelder in das defizitäre Flugunternehmen stecken. In diesem Fall droht der Sabena der Konkurs. Die Personalverbände selbst sind sich aber auch nicht einig. Konfliktpunkte sind das Mitspracherecht und die Flexibilisierung der Arbeitszeiten.

Die belgische Regierung ist Mehrheitsaktionärin, die SairGroup hält eine Beteiligung von 49,5-Prozent. Aktionäre der Sabena äusserten sich im Vorfeld der Diskussion zuversichtlich, dass der geplante Sanierungsplan im Umfang von gegen 1,2 Mrd. Franken zustande kommen wird. Weniger optimistisch gab sich Beatrice Tschanz, Kommunikations-Chefin SAirGroup, in einen Interview bei Radio DRS:

Erhebliche Summen

Bedingung für die Sanierung des Unternehmens, das allein für 2000 einen Betriebsverlust von umgerechnet 320 Mio. Franken erwartet, sind neue Mittel und Sparmassnahmen. Die SAirGroup und der belgische Staat haben klar gemacht, dass sie nur dann neue Gelder zur Verfügung stellen, wenn die Arbeitnehmerseite den Einsparungen zustimmt.

Für beide Aktionäre geht es dabei erneut um erhebliche Summen. Ein Sanierungsplan, auf den sie sich geeinigt haben, sieht für die kommenden zwei Jahre Aufwendungen von umgerechnet rund 1,14 Mrd. Franken vor. Rund ein Drittel davon soll direkt als Kapital einfliessen, 570 Mio. Franken sollen sich aus dem Sparplan «Blue Sky» ergeben.

Rund 12'000 Arbeitsplätze

Droht Sabena aber der Konkurs, sind die rund 12'000 Arbeitsplätze des Unternehmens in Gefahr. Im Falle einer Restrukturierung sieht «Blue Sky» den Abbau von bis zu 700 Stellen vor. Dazu kommen Massnahmen zur Produktivitäts-Erhöhung und weiteres.

Streik am Vorabend

Ein spontaner Streik von rund 140 Piloten der (noch) belgisch-schweizerischen Fluggeselllschaft hatte am Mittwoch auf dem Brüsseler Flughafen zu massiven Ausfällen geführt. Nur zehn von 68 Flügen konnten starten. Am Abend beendeten die Piloten den Streik. Die Piloten hätten nach Gesprächen mit Sabena-Chef Christoph Müller den Ernst der Situation eingesehen, sagte Sabena-Sprecher Wilfried Remans. Zugeständnisse seien wohl keine gemacht worden, doch hätten sich die Parteien auf weitere Verhandlungen geeinigt. Die Gewerkschaften hatten den Streik nicht autorisiert.

swissinfo und Agenturen

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