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Sabena-Entscheid wird vertagt

(swissinfo.ch)

Die belgische Regierung und die schweizerische SairGroup wollen sich am 23. Februar treffen, um zu beschliessen, ob der Sanierungsplan im Volumen von 750 Millionen Euro zur Anwendung kommt. Dies teilte Sabena am Donnerstag-Abend (08.02.) in Brüssel mit.

Bis dahin werde die Airline ihren Betrieb aufrecht erhalten. Die Gespräche zwischen den Gewerkschaften und der Unternehmens-Führung sollen bis zum 19. Februar fortgesetzt werden.

Ursprünglich hatten die Sabena-Führung und die SAirGroup den Gewerkschaften ein Ultimatum bis zur ausserordentlichen General-Versammlung vom Donnerstag (08.02.) gesetzt. Die beiden Aktionäre der Sabena sind nun den Gewerkschaften insofern entgegengekommen, dass sie eine weitere Frist-Erstreckung gewähren
und noch einmal weiter verhandeln.

Die Kapitalerhöhung ist auf zehn Milliarden belgische Franken (rund 420
Mio SFr.) angesetzt. Falls es nicht dazu kommt, droht Zahlungsunfähigkeit und damit die grösste Pleite in der belgischen Wirtschafts-Geschichte. Offen ist noch, ob die EU-Kommission die Transaktion genehmigt.

In der Sache aber sei man sich nicht nähergekommen, sagte ein SAir-Sprecher in Zürich-Kloten. "Vom Sanierungsplan weichen wir nicht ab. Das sind Minimal-Bedingungen, um das Überleben zu garantieren", sagte SAirGroup-Sprecher Urs Peter Naef auf Anfrage.

Auch Konzernsprecherin Beatrice Tschanz machte klar, dass ein Engagement bei der Sabena für die SAirGroup zwar Sinn mache, aber nicht um jeden Preis. `"Es geht einfach nicht, dass die SAirGroup a la longue immer die Milchkuh der Sabena bleibt", sagte sie.

Die SAirGroup ist hinsichtlich der weiteren Verhandlungen mit den Gewerkschaften trotzdem optimistisch: `"Wir hoffen weiterhin, dass die Sabena nicht Konkurs gehen muss", sagte Naef. Dazu sei aber ein Entgegenkommen der Gewerkschaften nötig. Vielleicht seien die Gespräche auch deshalb wichtig, um bei den Gewerkschaften die Einsicht zu wecken, dass es keinen anderen Ausweg gebe.

Noch optimistischer äusserte sich Sabena-Verwaltungsratspräsident Valere
Croes in Brüssel: Bei den Verhandlungen seien grosse Fortschritte erzielt worden", sagte er. Der belgische Privatisierungs-Minister Rik Daems sagte: "Das Management hat weitere Zusicherungen vom Personal erhalten, ber die müssen jetzt noch im Detail abgesprochen werden". Die belgische Regierung sei entschlossen, die Zusammenarbeit mit der SAirGroup fortzusetzen.

Nach dem Sanierungsplan sollen 700 Stellen bei Sabena abgebaut werden. Ursprünglich hatten die Anteilseigner den Gewerkschaften ein Ultimatum bis zum Donnerstag gesetzt, um sich für den Sanierungsplan zu entscheiden.
Andernfalls hatten sie damit gedroht, keine Mittel mehr freizugeben. Nun wurden die Entscheide vertagt.

Swissinfo und Agenturen

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