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Sabena weiterhin in Schwierigkeiten

Sabena-Chef Christoph Müller braucht Geld für die Restrukturierung der angeschlagenen Fluggesellschaft. Keystone / EPA Photo / BELGA / Olivier Hoslet

Die belgische SAir-Tochter Sabena will ihre Probleme mit Hilfe einer internen Restrukturierung und Geld von ihrer Muttergesellschaft in den Griff bekommen. Laut Konzernchef Müller könnte es in nächster Zeit auch zu Entlassungen kommen.

Dieser Inhalt wurde am 27. August 2000 - 15:07 publiziert

Die Sabena sei finanziell noch nicht über dem Berg, sagte Sabena-
Konzernchef Christoph Müller in Interview mit der "Sonntagszeitung". Auf der Kostenseite bestehe Handlungsbedarf.

Die Sabena flog im ersten Halbjahr 2000 einen Nettoverlust von umgerechnet 130,4 Mio. Franken ein.

Das grösste Programm betreffe die interne Restrukturierung, sagte Müller. Er könne nicht ausschliessen, dass es zu Entlassungen komme.

Eine Reihe von Massnahmen sei bereits getroffen worden: Die Sabena habe Überkapazitäten im Langstreckenbereich reduziert und zwei Airbusse 340 verkauft. Weiter gelte ein Investitionsstopp für alle Aktivitäten, die nicht im Kundenbereich stattfinden würden.

Geld aus der SAir Kasse

Die Sabena brauche aber in nächster Zeit Geld aus der Schweiz. Die beiden Sabena-Hauptaktionäre, der belgische Staat und die SAir- Group, würden bereits darüber verhandeln. "Ich denke, auf Seiten der Aktionäre hat man sich auch bereits geeinigt", sagte Müller weiter. Bereits vor vier Jahren habe die SAir Bereitschaft zur finanziellen Unterstüzung signalisiert.

Was die Höhe der Kapitalaufstrockung betrifft, blieb Müller vage: "Fluggesellschaften haben normalerweise eine Eigenkapitaldeckung zwischen 15 und 40 Prozent." Gemäss Berechnungen der "SonntagsZeitung" beträgt der Nachschussbedarf mindestens 360 Mio. Franken.

Wie die SAirGroup bereits im April bekannt gegeben hatte, will sie ihre Beteiligung an der belgischen Gesellschaft von 49,5 auf 85 Prozent erhöhen. Mit der Erhöhung der Beteiligung werde es - so Müller - auch zu der Kapitalaufstockung kommen, was allerdings frühestens im nächsten Jahr der Fall sein werde.

swissinfo und Agenturen

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