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SAir Group verzichtet auf Beteiligung an portugiesischer TAP

TAP-Präsident Manuel Ferreira de Lima war sich im September noch einig mit dem damaligen SAir-Group-Chef Philippe Bruggisser (rechts).

(Keystone Archive)

Die SAirGroup verzichtet definitiv auf ihre Beteiligung von 34 Prozent an der portugiesischen Fluggesellschaft TAP. Auch die übrigen Allianzen der SAir stehen zur Zeit auf dem Prüfstand.

Am Donnerstag (01.02.) hätten sich der portugiesische Transportminister João Coelho und Eric Honegger, der Verwaltungsratspräsident und Konzernchef der SAirGroup auf einen Rückzug der SAir aus dem laufenden Privatisierungsprozess der TAP Air Portugal geeinigt, gab die Schweizer Fluggesellschaft am Donnerstag bekannt.

Coelho und Honegger hätten ihre Situation an einem Treffen in Lissabon in einer von Offenheit und gegenseitigem Vertrauen geprägten Atmosphäre dargelegt, heisst es in der Mitteilung der SAir-Group.

TAP bleibt Qualiflyer-Mitglied

Weitergeführt werde indessen die kommerzielle Zusammenarbeit mit TAP. Die portugiesische Fluggesellschaft bleibe auch Mitglied der um die Swissair gruppierten Qualiflyer Group, hielt die SAir weiter fest. In der Folge überprüften sowohl die SAirGroup wie auch TAP ihre zukünftige Allianzstrategie.

SAir-Sprecher Rainer Meier bestätigte auf Anfrage, dass die SAir damit definitiv auf ihren einst anvisierten Anteil von 34 Prozent an TAP verzichte. Gekauft hatte die SAir die Anteile noch nicht, weil die Bewilligung der zuständigen EU-Behörde noch nicht vorlag. Die Beteiligung habe keinen strategischen Sinn mehr ergeben, begründete Meier den Rückzug der SAir.

Wie die SAir bereits am 23. Januar zum Rücktritt des bisherigen Konzernchefs Philippe Bruggisser bekanntgegeben habe, werde nun jede Beteiligung einzeln hinsichtlich der finanziellen Situation und des künftigen Sinns bewertet. Weitere Angaben zu einem möglichen Ausstieg der SAir bei weiteren Gesellschaften machte Meier nicht.

SAir gesteht finanzielle Garantien zu

Um den Restrukturierungsprozess bei der TAP erfolgreich weiterzuführen, hat die SAir-Group mit TAP vereinbart, weiterhin deren kurzfristigen Finanzierungsbedarf zu garantieren. Eventuelle Verbindlichkeiten durch den Rückzug aus dem Privatisierungsprozess würden mit dieser Garantie verrechnet.

Konkrete Angaben zur Höhe der finanziellen Zusagen machte Meier nicht. Branchenkenner gehen von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus. Bereits im Sommer 2000 hatte die SAir ein Portugal-Engagement aufgegeben: Mit 42 Prozent hatte der Swissair-Mutterkonzern bei der Regionalfluglinie Portugalia einsteigen wollen. Wegen wettbewerbsrechtlicher Bedenken der Brüsseler Behörde hatte er dann aber auf die Beteiligung verzichtet. Bei diesem Verzicht bleibe es, sagte Meier am Donnerstag dazu.

swissinfo und Agenturen

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