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SAirGroup: Scharfe Kritik von Bundespräsident Leuenberger

Bundespräsident Leuenberger ist über den Rückzug der SairGroup von der Expo.02 verärgert.

(Keystone)

Die Kritik an der SAirGroup für den Rückzug von der Expo.02 reist nicht ab. Bundespräsident Moritz Leuenberger fordert, dass die SAirGroup auf den Rückzugs-Entscheid zurückkommt.

Im "SonntagsBlick" vom 25.02 findet Leuenberger deutliche Worte: "Ich betrachte den Entscheid als politischen und betriebs-wirtschaftlichen Fehler", Von den Schweizer Behörden werde verlangt, dass die Lärmschutz-Verordnung im Zusammenhang mit dem Flughafen Kloten strapaziert werde.

Darüber hinaus werde von der Schweiz voller Einsatz für eine neue Vereinbarung mit Deutschland für die An- und Abflüge auf den Flughafen Kloten erwartet. Umgekehrt habe die Swissair offenbar keine Bindungen mehr. "Ich kann nur raten, dass das nicht das letzte Wort gewesen ist", sagte Leuenberger.

SAirGroup hält an Rückzug fest

Auch Volkswirtschafts-Minister Pascal Couchepin hatte vergeblich versucht, die SAirGroup umzustimmen. Er intervenierte bei Verwaltungsrats-Präsident Eric Honegger. "Wir haben ein freundschaftliches Gespräch geführt. Er hat mir aber keine grosse Hoffnung gelassen", sagte Couchepin im Westschweizer Radio. Der Entscheid werde Konsequenzen für die Swissair haben, die damit viel Sympathie verliere. Der Rückzug wegen sechs Millionen Franken gebe auch einen Hinweis auf den finanziellen Gesundheitszustand des Unternehmens, sagte Couchepin.

Die SAirGroup zeigt sich indes unnachgiebig: "Der Entscheid wurde auf oberster Ebene getroffen", sagte SairGroup Sprecher Erwin Schärer am Sonntag auf Anfrage. "Wir haben ihn mit Bedauern gefällt, aber wir werden auf ihn nicht mehr zurückkommen." Die nächste Geschäftsleitungs-Sitzung findet am Dienstag statt.

swissinfo und Agenturen


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