Samuel Schmid wirbt für dynamische Schweiz

Speziell für den Bundespräsidenten spielte die Swiss Army Band den "Samuel Schmid Marsch". swissinfo.ch

Bundespräsident Samuel Schmid hat an der Expo im japanischen Aichi den offiziellen Schweizer Tag eröffnet.

Dieser Inhalt wurde am 15. April 2005 - 08:29 publiziert

In seiner Rede machte Schmid sich stark für eine dynamische, innovative Schweiz. Eine grosse Herausforderung bleibe dabei auch der Umweltschutz.

Mit einem Zitat von Francis Bacon eröffnete Bundespräsident Samuel Schmid den Schweizer Tag an der Expo 2005, die unter dem Motto "Weisheit der Natur" steht.

"Um die Natur zu zähmen, muss man ihr gehorchen", sagte er im Expo-Dome vor rund 1000 Anwesenden. Die grosse Herausforderung der heutigen Zeit sei es, den technologischen Fortschritt mit einer nachhaltigen Entwicklung zu verbinden.

"Es geht nicht nur darum, von der Natur zu lernen", sagte er gegenüber swissinfo. Die Natur habe auch ihre Härten. "Und das entbindet uns nicht der Verantwortung gegenüber Schwächeren."

Werbung für Schweiz

Schmid ist in Japan, um für eine moderne Schweiz zu werben. "Ich hoffe, dass Sie die dynamische, innovative Schweiz entdecken, die auch der Umwelt Sorge trägt", wandte er sich ans Publikum.

Begleitet wird der Bundespräsident von Jenö Stähelin, Generalkommissär des Schweizer Auftritts an der Expo. "Die Schweiz will das Bild eines dynamischen Landes vermitteln, das in der Tradition verhaftet ist", sagte er gegenüber swissinfo.

Mit dabei in Schmids Delegation sind auch hochkarätige Vertreterinnen und Vertreter des Schweizer Parlaments: Die Präsidenten der aussenpolitischen Kommissionen beider Räte, Nationalrat Erwin Jutzet und Ständerat Peter Briner, sowie die Vorsitzenden der beiden Kommissionen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Nationalrat Theophil Pfister und Ständerätin Christiane Langenberger.

Sie ist das erste Mal in Japan. "Es ist ein grosses Ereignis für mich", freute sie sich. Die Expo sei sehr gut organisiert. "Alles klappt wunderbar."

Schweizer Offensive in Japan

Schmids Auftritt war bereits der zweite Besuch eines Bundespräsidenten in Japan innerhalb eines Jahres. Im letzten Oktober hatte sein Amtsvorgänger Joseph Deiss Tokio einen Besuch abgestattet.

Ziel der Offensive im Land der aufgehenden Sonne ist, die Schweiz weg von ihrem Heidi-Image zu bringen und als innovatives, technologisch hochstehendes Land zu präsentieren, das auch für japanische Firmen interessant sein könnte.

Neben den offiziellen Besuchen und dem Auftritt an der Expo wird während rund einem Jahr auch auf kultureller Ebene mit einem vielfältigen Programm die Werbetrommel für eine moderne Schweiz gerührt.

Treffen mit Premier und Kaiser

Nach dem Schweizer Tag wird Schmid einen kurzen privaten Abstecher in die Partnerstadt der Schweiz an der Expo, Shinshiro, unternehmen.

Am Montag und Dienstag nächster Woche stehen dann ein offizielles Treffen mit Verteidigungsminister Ohno und Höflichkeitsbesuche bei Premierminister Koizumi sowie dem Kaiserpaar auf dem Programm Schmids.

"Ich bin überzeugt, dass das eine fruchtvolle und sehr interessante Diskussion sein wird", erklärte Schmid.

swissinfo, Christian Raaflaub, Aichi

Fakten

Die erste Weltausstellung fand 1851 in London statt.
Weltausstellungen finden unregelmässig und in 2 Kategorien statt. Die letzten:
1970: Osaka, Japan
1992: Sevilla, Spanien
1998: Lissabon, Portugal (2. Kategorie)
2000: Hannover, Deutschland
2005: Aichi, Japan
Die nächste Weltausstellung ist 2010 im chinesischen Schanghai geplant.

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In Kürze

Der 15. April ist der offizielle Schweizer Tag an der Expo 2005 in der japanischen Provinz Aichi.

Bundespräsident Samuel Schmid eröffnete die offizielle Feier im Expo-Dome. Daraufhin machte er sich ein Bild der Pavillons von Japan und der Schweiz.

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